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Aargau Solothurn Fachstelle Kinderschutz Kanton Solothurn gibt's 2016 nicht mehr

Die Fachstelle Kinderschutz Kanton Solothurn ist vor zehn Jahren entstanden, als es noch wenige solche Angebote gab. Mittlerweile gibt es aber beim Kanton eine Fachstelle «Prävention», und deshalb auch Doppelspurigkeiten. Das sagt der Kanton. Die Fachstelle gibt ihm teilweise recht.

Obwohl die Fachstelle Kinderschutz Kanton Solothurn im Jahr 2015 ihr 10-Jahr-Jubiläum feiern kann, ist es Co-Leiterin Patrica Flammer nicht zum Feiern zu Mute. Bereits im kommenden Jahr gibt es die Fachstelle nämlich nicht mehr.

Mädchen liegt im Bett und zieht die Bettdecke über den Kopf.
Legende: Bis 2015 betreut die Fachstelle Kinderschutz weiterhin Kinder und macht Präventionskampagnen (Symbolbild). Keystone

Der Kanton gibt kein Geld mehr, ebenso wenig der Verband der Solothurner Gemeinden. Beim Kanton fehle das Geld, es gebe aber auch Doppelspurigkeiten, erklärt Claudia Hänzi, Chefin vom Amt für soziale Sicherheit. Beim Verband heisst es, es gebe genug andere Beratungsangebote in diesem Bereich.

Patricia Flammer hingegen glaubt, dass die zehnjährige Erfahrung der Fachstelle nicht so schnell zu ersetzen sei. Auch deshalb, weil das Wissen nicht einfach übertragen wird. «Es geht um eine Sparmassnahme. Deshalb haben wir Angst, dass der Kinderschutz künftig leiden könnte», so Flammer. Claudia Hänzi vom Amt für soziale Sicherheit versteht die Bedenken.

Es tut immer weh, wenn eine Fachstelle geschlossen wird.
Autor: Claudia HänziAmt für soziale Sicherheit, Kanton Solothurn

Die Amts-Chefin versichert aber auf Anfrage des Regionaljournals Aargau Solothurn von Radio SRF, dass auch ab dem Jahr 2016 die nötigen Beratungsangebote im Kanton Solothurn vorhanden sein werden.

Präventionsarbeit dank der Fachstelle

Die Fachstelle hat auch das Präventionsprojekt «Mein Körper gehört mir» in den Kanton geholt. Das ist ein Parcours, der Kindern aufzeigen soll, was noch unter dem Begriff Berührung zu verstehen ist, und was nicht mehr.

Über 1000 Solothurner Klassen hätten bis heute diesen Parcours absolviert und davon profitiert, erklärt Flammer. Der Parcours gehört nämlich den Kantonen Basel Landschaft und Basel Stadt. Passiert sei das dank der Fachstelle, so Flammer. Diese habe zudem Lehrerweiterbildungen und Elternabende organisiert.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Knorra, Heidelberg
    ... als die wenigen vorhandenen Strukturen durch Sparmaßnahmen in ihrer Kontinuität zu gefährden. Wenn wir nicht die Empathie in uns finden, die allein uns antreiben sollte, unsere Kinderschutzbemühungen stark auszubauen, sollten wir wenigstens aus der Rationalität oder meinetwegen dem Egoismus heraus handeln, dass die langfristigen Leiden vieler Opfer von Kindesmisshandlung auch als vielfältige Belastungen auf das gesamte Gemeinwesen zurückschlagen. Dies ließe sich durch Prävention verhüten.
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  • Kommentar von Thomas Knorra, Heidelberg
    Ohne mich in Schweizer Angelegenheiten einmischen zu wollen: Es gibt für die Zukunft einer Gesellschaft nichts Wichtigeres als den Kinderschutz, primär um der Kinder selbst willen, die ganz auf uns Erwachsene angewiesen sind, aber auch langfristig, um psychischen Erkrankungen, Drogensucht, Kriminalität und sonstigen möglichen Folgen von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung vorzubeugen. Das ist ein Problem vieler Länder und eher müssen die Mittel für den Kinderschutz aufgestockt werden als...
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