FC Solothurn: Groteske Schlammschlacht geht weiter

Der Streit zwischen Geschäftleitung, Trainer und Vorstand des FC Solothurn bekommt immer groteskere Züge. Nachdem eine Gruppe um Trainer Roland Hasler einige Geschäftsleitungsmitglieder von sich aus «entlassen» hatte, schlägt diese Gruppe nun mit einem Anwalt zurück. Leidtragender ist der Fussball.

Angefangen hat das Hick-Hack beim FC Solothurn damit, dass Präsident Stefan Aegerter und Vizepräsident Meinrad Schönbächler den Trainer Roland Hasler eigenmächtig entlassen haben. Dies, weil die Resultate der ersten Mannschaft schlecht waren. Bei einem Teil der Geschäftsleitung ist dieser Alleingag schlecht angekommen. Sie haben im Gegenzug den Präsidenten und den Vizepräsidenten entlassen.

Unterstützt von einem Anwalt teilten Stefan Aegerter und Meinrad Schönbächler nun am Sonntag in einem Communiqué mit, dass die Abwahl durch die Geschäftsleitung nicht rechtsgültig sei. Meinrad Schönbächler stellt gegenüber dem Regionaljournal klar: «Wir bleiben vorerst im Amt.»

«95 Prozent der Mitarbeiter stehen auf unserer Seite»

Das Gegenlager reagiert auf das Communiqué mit deutlichen Worten: «Ich würde Aegerter und Schönbächler nicht anraten zurückzukommen», so Jürg Nägeli, Medienverantwortlicher des FC Solothurn. Aegerter und Schönbächler müssten damit rechnen, dass 95 Prozent der Mitarbeiter und auch der Spieler gegen sie seien. Schlechte Voraussetzungen um den schwächelnden FC Solothurn aus der Krise zu bringen.

Kompromiss ist nicht absehbar

Für Meinrad Schönbächler ist die Sachlage aber nicht so eindeutig, wie von Nägeli dargestellt: «Viele Fans und Sponsoren haben uns gebeten weiterzumachen.»

Wie es mit dem FC Solothurn weitergeht, soll in den nächsten Tagen entschieden werden. Ein Kompromiss zwischen den beiden zerstrittenen Parteien ist in weite Ferne gerückt.