Firma Mathys will nach gutem Jahr in Sport-Orthopädie Fuss fassen

Der Bettlacher Orthopädie-Hersteller konnte den Umsatz 2012 um 7 Prozent steigern auf gut 118 Millionen Franken. Fürs nächste Jahr plant die Firma den Sprung in den Sport-Orthopädie-Markt.

Der Hauptsitz der Firma Mathys im solothurnischen Bettlach.

Bildlegende: Der Hauptsitz der Firma Mathys im solothurnischen Bettlach. zvg

Das Bettlacher Familienunternehmen Mathys zeigt sich zufrieden mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr. Die Wachstumsrate von 7 Prozent bezeichnet CEO Arne Faisst als «überdurchschnittliche Leistung». Die Herausforderungen in der Branche seien nämlich anhaltend gross, auch wenn sich das Wirtschaftsumfeld im vergangenen Jahr etwas verbessert habe, so Faisst in einer Medienmitteilung.

Sprung ins Sport-Business als Jahresziel

Im neuen Geschäftsjahr will die Firma Mathys ihr Portfolio erweitern und neu in die Sport-Orthopädie einsteigen. Gemeinsam mit Forschern des Berner Inselspitals und der Klinik Sonnenhof hat Mathys ein neues Verfahren zur Behandlung von Kreuzbandrissen entwickelt. Mit einem speziellen Implantat müssen gerissene Kreuzbänder nicht mehr mit einer Plastik ersetzt werden, sondern können laut Mathys geheilt und erhalten werden. Das neue Implantat befindet sich aktuell in einer internationalen Studie. Die klinischen Resultate überzeugten die Firma jedoch bereits davon, mit dem Implantat in die Sport-Orthopädie einzusteigen.

Der Bettlacher Orthopädie-Hersteller Mathys beschäftigt weltweit 483 Personen. Im vergangenen Jahr wurden 18 zusätzliche Stellen geschaffen. In Bettlach sind für Mathys 288 Personen beschäftigt. Das Unternehmen wurde 1946 gegründet und konzentriert sich seit 2003 ausschliesslich auf die Entwicklung und Produktion von Implantaten und Knochenersatzmaterial.