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Folge der Postauto-Affäre Chef der Aargauischen Kantonalbank tritt zurück

Pascal Koradi ist nicht mehr Direktor der AKB. Er stolpert über seinen früheren Job als Finanzchef der Post.

Ein Mann steht vor einem Gebäude
Legende: Der Direktor der Aargauischen Kantonalbank zieht Konsequenzen aus der Postauto-Affäre. Keystone/Montage SRF

Er war die Nummer zwei bei der Post: Pascal Koradi. Im Herbst 2015 hat ihn der AKB-Bankrat zum neuen Direktor ernannt. Nun holt Koradi die Vergangenheit ein – er tritt deshalb zurück.

Die Postauto-Affäre kurz erklärt

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Im Februar 2018 geriet Postauto Schweiz in die Schlagzeilen, weil das Unternehmen durch gesetzeswidrige Umbuchungen im Verlaufe mehrerer Jahre 78,3 Millionen Franken Abgeltungen von Bund und Kantonen erschlichen hatte. Postauto Schweiz muss die missbräuchlich bezogenen Subventionen dem Bund und den Kantonen zurückerstatten. Der Leiter Daniel Landolf sowie der Finanzchef wurden umgehend von ihren operativen Aufgaben entbunden. In Folge des Skandals ist die Post-Chefin Susanne Ruoff am 8. Juni 2018 zurückgetreten. Am 12. Juni hat auch der ehemalige Post-Finanzchef Pascal Koradi Konsequenzen gezogen.

Pascal Koradi begründet den Schritt mit der Wahrung der Reputation der Bank, heisst es in einer Mitteilung. Er stehe allerdings nach wie vor zu all seinen Entscheidungen als Finanzchef der Post.

Reaktion Bankrat

Der Bankrat der Aargauischen Kantonalbank betont währenddessen, dass man nie die Integrität von Koradi in Frage gestellt habe. Der Rücktritt zeuge von einem hohen Verantwortungsbewusstsein.

Gleichzeitig gibt der Bankrat bekannt, wer auf Pascal Koradi folgt: es ist Dieter Widmer. Er arbeitet seit 20 Jahren bei der AKB und ist seit zwei Jahren Mitglied der Geschäftsleitung.

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