Grosseinsatz in Brugg: Explosionsgefahr in Wohnquartier

Am Montagmorgen wurde in Brugg ein Mann beim Zünden eines Feuerwerkskörpers verletzt. Der Verletzte lagerte weitere gefährliche Chemikalien in seiner Wohnung. Deshalb wurden die umliegenden Wohnungen im Quartier am Rain evakuiert.

Polizeifahrzeug mit Anhänger in Wohnquartier

Bildlegende: Die chemischen Substanzen wurden abtransportiert und vernichtet. Kantonspolizei Aargau

Grossaufgebot in Brugg: Ein 30-jähriger Mann verletzte sich schwer an der Hand, offenbar beim Hantieren mit Feuerwerk. Der Verletzte informierte selber die Ambulanz. Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, warnte er sie: Es habe chemische Stoffe in seiner Wohnung.

Einzelne dieser Stoffe seien «hochexplosiv» gewesen, erklärt Polizeisprecher Roland Pfister gegenüber SRF. Deshalb haben Feuerwehr und Polizei die umliegenden Wohnungen evakuiert. Insgesamt wären davon fast 150 Personen betroffen gewesen. «Weil es aber Nachmittag war, waren viele Leute gar nicht zuhause», erklärt Pfister.

Keine akute Gefahr für das Quartier

Die Evakuation sei ruhig verlaufen. Der Wissenschaftliche Dienst des Forensischen Instituts Zürich stellte die chemischen Substanzen sicher. Sie seien inzwischen an einem sicheren Ort gesprengt worden, so der Polizeisprecher. Weitere Personen wurden nicht verletzt, eine akute Gefahr habe nur für die Wohnung bestanden, da die gefundenen Mengen explosiver Stoffe eher gering waren.

Ab 16:35 Uhr konnten die Anwohner zurück in ihre Wohnungen. Die Staatsanwaltschaft klärt nun ab, was genau der Mann gezündet hatte und zu welchem Zweck er die chemischen Substanzen in seiner Wohnung lagerte.
Eine entsprechende Untersuchung wurde eröffnet.