Grünes Licht für den neuen Bözbergtunnel

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat der SBB die Baubewilligung für den Neubau des Bözbergtunnels erteilt. Es ist das grösste Einzelprojekt im Rahmen der Aufwertung der Gotthard-Achse zu einem 4-Meter-Korridor. Die SBB beginnt umgehend mit den Vorarbeiten für das teure Grossprojekt.

Tunnelbohrmaschine bricht durch Felsen

Bildlegende: Gibt es bald wieder: Durchstich am ersten Bahntunnel durch den Bözberg am 24. September 1998. Keystone

Die Strecke von Basel bis ins Tessin soll bis spätestens 2020 zu einem 4-Meter-Korridor ausgebaut sein. Neben zahlreichen kleinen und mittleren Anpassungen ist der Bözbergtunnel zwischen Schinznach und Effingen dabei das grösste Einzelprojekt.

Das BAV hat der SBB nun die sofortige Baubewilligung für den Ersatz des bestehenden Bözbergtunnels erteilt. Der neue Tunnel wird ebenfalls doppelspurig sein, aber dank mehr Höhe die Durchfahrt grösserer Container erlauben. Der alte Tunnel wird im Rahmen des Neubaus umgebaut und künftig als Dienst- und Rettungsstollen verwendet.

Ab Juli 2016 wird gegraben

Die SBB hat bereits Anwohner in Schinznach-Dorf über die bevorstehenden Bauarbeiten informiert. Aktuell sind die Vorbereitungen angelaufen, im März 2016 erfolgt der offizielle Spatenstich und ab Juli 2016 startet der Hauptvortrieb ab Schinznach-Dorf.

Insgesamt dauern die Bauarbeiten am Bözberg bis im Mai 2022 und kosten rund 350 Millionen Franken. Für den gesamten 4-Meter-Ausbau der Gotthardachse hat das Parlament 710 Millionen Franken bewilligt.

Der 4-Meter-Korridor

Der 4-Meter-Korridor auf der Gotthard-Achse wird von der SBB im Auftrag des Bundes realisiert. Insgesamt werden auf der 270 Kilometer langen Strecke zwischen Basel und der italienischen Grenze bis 2020 rund 20 Tunnels für Transporte mit Eckhöhen von 4 Metern ausgebaut.