Gruppenpraxis der Solothurner Spitäler schreibt weiter Verluste

Die Solothurner Spitäler AG ist nicht ganz zufrieden mit der Gruppenpraxis in Däniken. Vor zwei Jahren wurde die Praxis eröffnet, weil sich in Däniken kein Dorfarzt mehr finden liess. Zwar hätte die Praxis genug Patienten, aber noch immer fehlen Ärzte. Und das drückt auf die Zahlen.

Gruppenpraxis

Bildlegende: Gruppenpraxis Herrenmatt in Däniken. Die SoH stellt die Infrastruktur, die Ärzte haben kein unternehmerisches Risiko. SRF

«Bei den Zahlen sind wir noch nicht dort, wo wir sein möchten», sagt Franz Schwaller zur finanziellen Lage der Däniker Gruppenpraxis Herrenmatte. Schwaller ist Direktor des Kantonsspitals Olten (KSO) und zuständig für dieses Projekt.

Eingangsschild der Gruppenpraxis Däniken

Bildlegende: Die Gruppenpraxis der Solothurner Spitäler AG in Däniken läuft noch nicht wie sie sollte. SRF

Vor zwei Jahren wurde die Praxis eröffnet. Die Gemeinde hatte die Spitäler um Hilfe gebeten, weil der Dorfarzt keinen Nachfolger finden konnte. Nun hat die Spitäler AG ein ähnliches Problem: «Die Patientennachfrage ist da», erklärt Schwaller, «doch uns fehlen noch Ärzte».

Das sei aber kein Grund das Experiment abzubrechen, so der KSO-Direktor. Aber: Die Solothurner Spitäler AG wird von sich aus keine weiteren Praxen eröffnen. Einzig wenn eine weitere Gemeinde dies wünsche, werde man das prüfen. Bisher gab es keine Anfrage. Aber Schwaller hält fest: «Wenn der Hausärzte-Mangel so weitergeht und die Gemeinden Bedarf haben, dann müssen wir das anschauen.»