Guido Fluri will Volksinitiative für Verdingkinder

Der gebürtige Solothurner Immobilienunternehmer Guido Fluri will eine Volksinitiative lancieren. Er und seine Stiftung fordern mehr Entschädigungen für Opfer von sogenannten «fürsorgerischen Zwangsmassnahmen». Die beschlossene Nothilfe reiche nicht.

Gudio Fluri steht vor Bildern, die Verdingkinder zeigen.

Bildlegende: Guido Fluri bei der Eröffnung der Gedenkstätte in Mümliswil im Sommer 2013. Keystone

Letzte Woche beschlossen die Sozialdirektoren der Kantone einen Soforthilfefonds für notleidende Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Dieser Fonds sei nur ein «Zwischenerfolg», so die Guido-Fluri-Stiftung in einer Medienmitteilung vom Montag.

In der Sonntagspresse formuliert Guido Fluri nun seine klaren Forderungen: Es brauche auch Entschädigungen für Opfer, die sich aktuell nicht in einer Notlage befänden.

Gudio Fluri will deshalb eine Volksinitiative lancieren. Diese solle «eine umfassende Wiedergutmachung und Aufarbeitung der Geschichte» ermöglichen, wie Fluri der «Schweiz am Sonntag» erklärte. Aktuell werde noch am Initiativtext gefeilt. Dieser solle so formuliert sein, dass eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer dahinter stehen könne.

Fluri ist selber Opfer von Zwangsmassnahmen. Seine Stiftung hat in Mümliswil eine Gedenkstätte für Verdingkinder eröffnet.