Hallwilersee: Badi Brestenberg verliert Wahrzeichen

Die beliebte 150-jährige Buche in der Brestenberger Badi in Seengen spendet schon bald keinen Schatten mehr. Der Baum muss weg. Er hat eine Pilzkrankheit. Ein trauriger Befund für Badibesucher und den Forstwart.

Die Badi Brestenberg mit der grossen Buche.

Bildlegende: Die markanten Buche kann bald keinen Schatten mehr spenden. Hansrudolf Büchli

Die Badeanstallt Brestenberg in Seengen ist vor allem darum beliebt, weil sie eine der wenigen Gratis-Badis am Hallwilersee ist. Aber auch dank der 35 Meter hohen Buche, die im Sommer den Badi-Besuchern Schatten spendet, besuchen an warmen Sommertagen viele Badegäste die Brestenberger Badeanstalt.

Sie müssen in diesem Sommer aber ohni ihren Lieblingsbaum auskommen. Die Buche wird nämlich bis Ende Februar gefällt. Sie hat einen Pilzbefall.

Buche ist zu gefährlich

Wegen der Krankheit stirbt die Buche ab. Dies kann für Mensch und Tier gefährlich werden, da mit herabfallenden Ästen zu rechnen ist. Aus diesem Grund sah der Forstbetrieb keine andere Lösung. «Der Baum ist in drei bis vier Metern Höhe schwarz geworden. Und auch die Baumkrone ist betroffen. Das ist ein klares Zeichen», erklärt Chef-Förster Heinz Bruder, wie er den Pilzbefall Ende 2013 festgestellt hatte.

Er sei per Telefon kontaktiert und auf der Strasse angesprochen worden, als die Meldung,der Baum müsse weg, das Dorf erreichte. Die Dorfbewohner bedauerten es, dass der Baum gefällt wird. Sie hätten jedoch Verständnis für die Massnahme.

Gemäss Gemeindeschreiber Hans Schlatter ist noch nicht klar, ob die Buche durch einen anderen Baum ersetzt wird. Der Kanton Aargau und der Besitzer des Brestenberg-Areals müssten einem Projekt erst zustimmen.