Hat der FC Wohlen gelogen?

Im Zusammenhang mit dem Fall des Spielers Wellington erhebt eine Anwaltskanzlei nun schwere Vorwürfe gegen den FC Wohlen. Der Vorwurf: Der FCW habe in seiner Erklärung zum Fall Wellington in drei Punkten falsche Aussagen gemacht. Die Anwälte von Wellington fordern nun Beweise für die Behauptungen.

Nachdem der FCW-Spieler Wellington Ende September öffentlich erklärt hatte, der FC Wohlen habe mit ihm unrechtmässig zwei verschiedene Arbeitsverträge abgeschlossen, reagierte die Führung des FC Wohlen mit einer Erklärung. Darin wurden Wellington in mehreren Punkten falsche Aussagen angelastet.

Hält sich der FC Wohlen selber auch an die Fair-Play-Grundsätze? Eine Anwaltskanzlei sagt ganz klar: Nein.

Bildlegende: Hält sich der FC Wohlen selber auch an die Fair-Play-Grundsätze? Eine Anwaltskanzlei sagt ganz klar: Nein. Keystone

Nun hat sich der Wind gedreht: In einer Stellungnahme bezichtigen nun die Anwälte von Wellington den FC Wohlen der Lüge. In drei Punkten habe der FCW falsche Aussagen gegen Wellington gemacht.

Lohn, Berater und Schulden

Zunächst stimme die vom FCW in der Erklärung genannte Lohnsumme nicht. Wellington habe zu keiner Zeit die vom FC Wohlen genannten rund 3800.- Franken erhalten.

Zweitens habe Wellington niemals Kontakt mit einem vom FCW genannten Berater gehabt, obwohl die Vereinsführung dies so darstellt.

Und drittens sei es schlicht falsch, dass gegen Wellington Zwangsvollstreckungen wegen Schulden aus seiner Zeit beim FC Kriens laufen, wie der FC Wohlen geschrieben hatte. Die Anwälte fordern den FCW darum auf, Beweise für all diese Behauptungen zu erbringen.