Jüdischer Kulturweg wird bis nach Deutschland verlängert

Der jüdische Kulturweg expandiert ins Ausland: Neu können Interessierte von Endingen und Lengnau aus über Bad Zurzach bis nach Waldshut-Tiengen die jüdische Kultur entdecken. Aus dem Schweizer Projekt ist damit ein schweizerisch-deutsches Projekt geworden. Und es soll noch weiter wachsen.

Was bis vor kurzem nur im Aargau vorhanden war, wird nun bis nach Deutschland verlängert; der jüdische Kulturweg. Am Wochenende wurde der neue Weg eröffnet. Mit Informationen über die jüdische Kultur und – wo vorhanden – mit übrig gebliebenen Bauwerken sollen Interessierte einen besseren Einblick erhalten.

Magdalena Bucher und Martina Bucher-Nezirovic (von links) sind verantwortlich für den Kulturweg Tiengen-Waldshut und erhalten vom Lengnauer Gemeindeammann Franz Bertschi ein Foto der neu restaurierten Mikwe (rituelles Tauchbad).

Bildlegende: Martina und Magdalena Bucher aus Deutschland (v.l.n.r.) und Franz Bertschi aus Lengnau bei der Einweihung. ZVG

Gestartet wird in Lengnau oder Endingen im Aargau, wo der jüdische Kulturweg schon besteht. «Dort stehen fast alle früheren Gebäude noch», erklärt Publizist und Initiant Roy Oppenheim aus Lengnau. Anders in Deutschland, wo vieles im 2. Weltkrieg zerstört wurde.

Kulturweg bis ins Elsass?

Mit der Verlängerung bis in deutsche Waldshut-Tiengen ist Roy Oppenheim aber noch nicht am Ziel. Seine Vision: Ein Kulturweg, mit Halt in Österreich und in Frankreich. Erste Kontakte gibt es, doch weil im Elsass unter anderem das Geld fehlt, braucht diese Erweiterung noch Zeit.