Kaltstart am Weissenstein: Viel Publikum und einige Probleme

Seit dem 21. Dezember fährt wieder eine Seilbahn auf den Solothurner Hausberg. Seit der Eröffnung werden die Mitarbeiter der Seilbahn vom Publikum förmlich überrannt. Bis zu 4000 Fahrgäste pro Tag wollten auf den Berg. Und brachten die neue Organisation damit an den Anschlag.

Talstation der Seilbahn Weissenstein

Bildlegende: Pleiten, Pech und Pannen - und dazu massenhaft Publikum: Der Start war schwierig für die neue Seilbahn. Keystone

Die Sturmwarnung am Samstag brachte mal wieder eine Pause. Am Nachmittag wurde der Seilbahnbetrieb am Weissenstein eingestellt. «Ja, man ist fast schon ein wenig froh um diese Pause», gibt Geschäftsführer Konrad Stuber zu. «Jetzt kann man all die Sachen erledigen, die während dem Betrieb liegen bleiben.»

Es sind wohl einige Sachen liegen geblieben in den letzten Tagen. Die Seilbahn wurde vom Publikum förmlich überrannt, wie die «Solothurner Zeitung» in ihrer Samstagsausgabe berichtet. «Am Neujahrstag hatten wir 4000 Passagiere», bestätigt Konrad Stuber. Auch an den anderen Tagen kamen um die 2000 Passagiere auf den Solothurner Hausberg.

Lange Schlangen vor der Kasse

«Die neue Bahn, die Festtage, das herrliche Wetter: Es hat alles gepasst», so die Erklärung von Stuber für den Besucheransturm. Die Folgen davon: Am Neujahrstag musste das Publikum bis zu einer Stunde anstehen an der Seilbahnkasse. Konrad Stuber gibt zu: «Wir müssen noch einiges optimieren.»

So brauche es an solchen Spitzentagen wohl noch eine zusätzliche, eine dritte Kasse, meint Stuber. Auch die Besucherführung könne man optimieren. Und schliesslich müssten noch einzelne technische Probleme gelöst werden. «Über die Festtage waren viele Handwerker einfach nicht erreichbar.»

«Kinderkrankheiten» und technische Probleme

Für die Seilbahn Weissenstein AG sei es ein «Kaltstart auf der grünen Wiese» gewesen, so Stuber gegenüber Radio SRF. «Wir hatten vorher fünf Jahre lang keinen Betrieb mehr. Nun haben wir mit neuem Material und neuen Leuten den Neustart gewagt. Und vor der Eröffnung war einfach zu wenig Zeit, um alle Probleme zu lösen.» So musste sich Stuber um Schranken, Drehkreuze, Schalter oder Kreditkartenleser kümmern, die noch nicht ganz wunschgemäss funktionierten.

«Kinderkrankheiten» nennt Stuber diese Probleme und hofft, dass man diese nun lösen könne. «Nun sind die Ferien vorbei und wir haben wieder etwas mehr Luft, um diese Schwierigkeiten noch in den Griff zu kriegen», gibt sich Stuber optimistisch. Vor allem aber weiss Stuber auch: «Es wird auch wieder Tage geben, wo niemand kommt und wir mehr Personal am Berg haben als Gäste.»

Neben all dem Stress hat Stuber aber auch die Freude am Erfolg nicht vergessen: «Natürlich zeigt dieser Ansturm auch, dass die neue Seilbahn einem Bedürfnis entspricht. Wir haben hier offensichtlich etwas Gutes gemacht.»