Kanton kontrolliert Internetzugang der Aargauer Schüler

Viele Aargauer Schulen nutzen das gratis Internetangebot der Swisscom. Darin enthalten ist auch ein Inhaltsfilter, der problematische Seiten sperren soll. Die Kategorien des Filters werden vom Kanton festgelegt. Sie bieten aber nicht in jedem Fall Sicherheit, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.

Der Fall eines Würenloser Lehrers, der auf einer Sex-Dating-Seite surfte und dabei von seinen Schülern erwischt wurde, macht aktuell Schlagzeilen. Wie viele andere Schulen im Kanton Aargau bezieht auch die Primarschule Würenlos ihren Internetanschluss von Swisscom. Diese lancierte zusammen mit den Kantonen vor vielen Jahren das Projekt «Schulen ans Internet», welches den Schulen gratis einen Internetanschluss zur Verfügung stellt.

Zwei Kinder sitzen vor einem Computerspiel.

Bildlegende: Ein Internetfilter soll Jugendliche vor problematischen Inhalten schützen. Keystone

Es gibt Lücken im Filter

Zu diesem Angebot gehört auch ein Inhaltsfilter, der die Jugendlichen vor problematischen Inhalten wie Gewalt oder Pornografie schützen soll. Gut 400 Schulen im Aargau nutzen diesen Filter. Für die Einstellungen des Filters ist der Kanton zuständig. Er definiert auch die Kategorien, die gesperrt werden sollen.

Sascha Giger vom Bildungsdepartement erklärt, dass ein Filter keine Garantie sei. Es könne trotzdem passieren, dass Schüler oder Lehrer auf problematische Seiten gelangen könnten. Dies, weil Seiten neu oder aber noch in keiner Kategorie aufgeführt seien. Schulen könnten diese dann selbst sperren oder dem Kanton melden, der sie auf eine «Schwarze Liste» setzt.

Würenlos überprüft Angebot

Warum sich der Würenloser Primarschullehrer auf der Sex-Dating-Seite aufhalten konnte, bleibt offen. Das zuständige Departement hat die besagte Seite inzwischen gesperrt. Die Schule Würenlos schreibt, dass sie die Qualität des Internetzugangs überprüfen wird.