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Klinik Königsfelden Neuer Hochsicherheitstrakt für die Psychiatrie

Markantes Klinikgebäude aus Stein.
Legende: Die forensische Abteilung auf dem Gelände der Klinik Königsfelden soll einen Hochsicherheitstrakt erhalten. SRF
  • Nach zwei Ausbrüchen innerhalb kurzer Zeit reagieren die Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG). Sie planen bei der Psychiatrischen Klinik Königsfelden einen Hochsicherheitstrakt.
  • Das neue Gebäude soll als Anbau der forensischen Abteilung erstellt werden, Platz für insgesamt 26 Personen bieten und 2021 fertiggestellt sein. Kosten soll das Projekt 20 bis 30 Millionen Franken.
  • Für den Hochsicherheitstrakt wird zusätzlich zum bisherigen Personal ein eigener Sicherheitsdienst aufgebaut.

«Der Erweiterungsbau Forensik mit besonderen Sicherheitsmassnahmen und spezialisiertem Personal» soll auf dem Gelände der PDAG in Windisch entstehen. So steht es in der Mitteilung zum Geschäftsbericht 2017. Der Anbau soll ein eigentlicher Hochsicherheitstrakt werden, erklärt PDAG-Chef Jean-François Andrey auf Anfrage von Radio SRF.

Der Anbau sei die angekündigte Reaktion auf zwei Ausbrüche innerhalb kurzer Zeit, so Andrey. 2016 und anfangs 2018 flüchteten zwei Gewalttäter aus der forensischen Abteilung.

Der Hochsicherheitstrakt soll insgesamt Platz für 26 Personen bieten. Kostenpunkt: 20 bis 30 Millionen Franken. Fertiggestellt soll er 2021 sein, ein Jahr nach der Gesamtsanierung der Psychiatrie Königsfelden.

Die forensische Abteilung soll zudem einen eigenen Sicherheitsdienst erhalten – zusätzlich zum heutigen Personal und den Nachtwächtern, die auf dem Gelände patrouillieren.

Jean-François Andrey betont aber auch, dass man seit den beiden Ausbrüchen nicht untätig gewesen sei. Das Sicherheitskonzept sei permanent angepasst und von externer Stelle überprüft worden. Zudem habe man Anpassungen am Gebäude der forensischen Abteilung vorgenommen.