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Kommunale Abstimmung Brugg und Schinznach-Bad fusionieren

Anzahl Stimmen


Ja zur Fusion
Nein zur Fusion
Brugg1907 (51%)
1843 (49%)
Schinznach-Bad279 (53%)
241 (47%)
  • Die Stadt Brugg will mit Schinznach-Bad fusionieren.
  • Das Stimmvolk in Brugg stimmt mit 1907 zu 1843 Stimmen Ja zur Fusion.
  • Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Schinznach-Bad wolllen ebenfalls mit Brugg fusionieren.
  • 279 Personen stimmten in Schinznach-Bad für die Fusion, 241 dagegen.

Blick auf ein Wohnquartier von Brugg, im Hintergrund Wohnblöcke
Legende: Die Stadt Brugg möchte als Zentrum zwischen Baden und Aarau wichtiger werden. Keystone

Die Basis zu dieser Volksabstimmung haben der Einwohnerrat von Brugg und die Gemeindeversammlung von Schinznach-Bad am 1. Dezember 2017 gelegt: Damals stimmte die Gemeindeversammlung mit 147 zu 110 Stimmen dem Fusionsvertrag zu. Im Einwohnerrat von Brugg gab es 26 zu 19 Stimmen für die Fusion – ein erstaunlich knapper Entscheid.

Die Fusion der beiden Gemeinden liegt nicht zwingend auf der Hand: Die Stadt Brugg würde mit anderen Nachbargemeinden (wie z.B. Windisch) «organischer» wachsen. Schinznach-Bad ist von der Stadt her nicht zu sehen, die gemeinsame Grenze ist kurz.

In Schinznach-Bad fühlen sich viele Einwohnerinnen und Einwohner eher dem Schenkenbergertal zugehörig. Allerdings sind Fusionsprojekte mit Gemeinden wie Schinznach und Veltheim in den vergangenen Jahren mehrfach gescheitert.

Tränen nach Fusions-Ja

Sehr bitter sei das, sagt Martina Müller vom Komitee Pro Schinznach-Bad. «Meine Kinder weinen. Sie müssen mit dem Zug nach Brugg in die Schule, können über Mittag nicht nach Hause», kommentiert sie das Resultat. Sie spricht von einer Übernahme durch Brugg.

Tatsächlich wechselt Schinznach-Bad den Schulverband. Weg von der Kreisschule Schenkenbergertal, hin zu Brugg. Schinznach-Bad werde nicht zum Getto von Brugg, sagt wiederum Frau Stadtammann in Brugg, Barbara Horlacher. «Das Dorfleben wird neu einfach zum Leben in einem Stadtteil», sagt Horlacher gegenüber SRF. Schinznach-Bad müsse keine Angst haben vor dem Schritt, so die Brugger Politikerin.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Diese knappen Zustimmungen der Stimmbürger(innen) von Brugg (1907 zu 1843) und Schinznach-Bad (279 zu 241), zeigen klar, wie uneinig man sich bei Fusionen von 2 solchen (weit entfernt liegenden) Gemeinden eben ist! (Nur die Hälfte der Stimmberechtigten entscheiden über ein solch wichtiges und emotionales "Geschàft"!) Wenn zwischen 2 Gemeinden kaum noch Grenzen feststellbar sind, könnten bestimmt die meisten Betroffenen klar zustimmen. Im Fall Brugg / Schinznach-Bad aber wohl nie oder kaum!
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