KSA-Baustelle: Patienten und Ärzte müssen Umwege in Kauf nehmen

Am Montag ist offizieller Baustart des KSA-Umbaus. Das Kantonsspital Aarau saniert und erweitert seine Gebäude im grossen Stil. Mehr als 700 Millionen Franken gibt das Spital aus. Die Bauarbeiten dauern zehn Jahre lang.

Ab Montag ist der Kummlerweg, direkteste Weg für Fussgänger und Velofahrer zum Kantonsspital Aarau, gesperrt. Die Sperrung dauert rund eineinhalb Jahre und ist nötig aus «sicherheits- und bautechnischen Gründen», wie das KSA vergangene Woche mitteilte.

Schild vor Gebäude.

Bildlegende: Das Kantonsspital Aarau ist die nächsten zehn Jahre eine Baustelle. SRF

Patienten, Besucher und Ärzte müssen deshalb einen Umweg in Kauf nehmen. «Wir leiten sie neu über die Nord- und Westalle zum Kantonsspital», empfiehlt KSA-Betriebsleiter Sergio Baumann. Dies dauere zwar länger, in der Analyse habe sich diese Variante aber als die beste erwiese.

Etappenweise Modernisierung

Das Kantonsspital Aarau modernisiert seine Gebäude in zwei Etappen. In einer ersten Etappe baut das KSA unter anderem ein neues Gebäude für die Augenklinik sowie für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten. Auch die Apotheke wird umgebaut, und es gibt ein neues Laborgebäude. Das Spital rechnet hier mit Kosten von 228 Millionen Franken.

Weit mehr kostet die zweite Etappe der Modernisierung. Rund 500 Millionen Franken sind hierfür vorgesehen. Das KSA plant unter anderem Erweiterungsbauten für die Frauenklinik und für das Onkologiezentrum. Bis 2023 sollen sämtliche Sanierungen und Erweiterungen abgeschlossen sein.

Bei der Planung der Modernisierung stand ursprünglich auch ein Neubau auf der grünen Wiese zur Diskussion. Diese Idee wurde aber begraben, da laut den KSA-Verantwortlichen 40 Prozent der Spital-Infrastruktur noch in einem guten Zustand ist.