Kupferdiebe riskierten im Fricktal ihr Leben

Kupferdiebe demontierten entlang einer Bahnlinie mehrere hundert Meter Erdungskabel von der Fahrleitung zwischen Hornussen und Zeihen. Die 1,5 Tonnen schweren Kabelstücke liessen die Diebe jedoch am Boden liegen.

Der Erdungskabel wurde auf einer Länge von mehr als 700 Metern beidseits der Gleise gekappt, wie die Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Die Diebe hatten vor Ort die Kabelabschnitte gekürzt und zusammengerollt. Die Beute mit einem Wert von mehreren tausend Franken lag in der Wiese zum Abtransport bereit, als sie am Mittwoch gefunden wurden.

Eine Kurve der Bahnlinie zwischen Hornussen und Zeihen, wo die Kupferkabel nun fehlen.

Bildlegende: Bemerkt wurde der Diebstahl am Mittwochnachmittag. zvg

Gemäss Kantonspolizei waren professionelle Kupferdiebe ab Werk. Das Vorgehen setze Sachkenntnis und eine grosse Risikobereitschaft voraus. Das Abmontieren der Kabel, welche die Fahrleistungsmasten verbinden und erden, ist lebensgefährlich. Die Kabel befinden sich in einer Höhe von vier Metern, in unmittelbarer Nähe der Fahrleitung mit 15'000 Volt Spannung.

Im Aargau wurden wiederholt Erdungskabel gestohlen. Im September 2009 waren gleich vier Mal SBB-Erdungskabel abmontiert und abtransportiert worden. Zuletzt hatten Kupferdiebe im Juli im Fricktal 600 Meter Kabel von der SBB-Leitung gestohlen.

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Begehrtes Kupfer

4:19 min, aus Einstein vom 22.10.2009