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Lange Nacht der Kirchen «Die Reaktionen waren durchwegs positiv»

  • An der «Langen Nacht der Kirchen» gibt es allein im Aargau über 300 Veranstaltungen. Beteiligt sind Reformierte, Katholiken, Christkatholiken und einige Freikirchen.
  • Nach 2016 findet der Anlass zum zweiten Mal statt. Die erste Auflage sei sehr gut angkommen, sagen die Verantwortlichen.
  • Zum ersten Mal gibt es die «Lange Nacht der Kirchen» auch im Kanton Solothurn. Allerdings machen dort nur Reformierte Kirchgemeinden mit.
Meyerscher Stollen in Aarau
Legende: Von der Dunkelheit des Untergrundes aufsteigen zum Licht des Kirchturms: Diese Führung bieten die Katholiken in Aarau an. SRF/Aarau

Dutzende von Kirchgemeinden machen mit bei der «Langen Nacht der Kirche». Sie seien völlig frei bei dem, was sie organisieren, betonen die Verantwortlichen der Landeskirchen. Die kantonale Projektleitung biete logistische Unterstützung an bei der Werbung und bei der Internetseite. Die Inhalte kämen aber von den Gemeinden.

Die Bandbreite der Veranstaltungen ist entsprechend breit. Es gibt viele besinnliche Anlässe mit Wort und Musik. Aber auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. An diversen Orten wird zu Speis und Trank eingeladen. Und dann gibt es auch Anlässe, die zwar in kirchlichen Räumen stattfinden, die aber eher weit weg sind von dem, was sonst an diesen Orten passiert. In Baden (ref. Kirche) ist es z. B. ein Blueskonzert. Und in Villmergen gibt es um Mitternacht eine «Geschmacks-Mutprobe». Man kann Hochprozentiges aus Schottland degustieren.

In Aarau führt die Katholische Kirchgemeinde Besucher in die Meyerschen Stollen. «Wir haben dort viel Staub, Asche zu Asche, Staub zu Staub. Hier kann man sich bewusst werden, was der Sinn des Lebens ist», sagt Pfarrer Gregor Tolusso. Aber der Stollen ist nur eine Station. Die Führung endet auf dem Kirchturm, also in der Helle und im Licht. «Das Ziel heisst himmelwärts», so Tolusso.

Breitere Schichten ansprechen

«Die Lange Nacht der Kirchen» gibt es seit mehreren Jahren in Österreich. Sie ist dort zu einem grossen gesellschaftlichen und kulturellen Ereignis geworden. 2016 fand das Projekt in der Schweiz zum ersten Mal statt, im Aargau. «Ich hatte damals durchwegs positive Reaktionen. Innerkirchlich wird die Autonomie geschätzt, die die Kirchgemeinden bei der Gestaltung geniessen», sagt Luc Humbel, Präsident der Katholischen Landeskirche Aargau. Von aussen habe er gehört, dass ein neuer Geist durch die Kirche gehe.

Auch Christoph Weber ist vom Konzept überzeut. Er präsidiert die Reformierte Landeskirche des Aargaus. Die «Lange Nacht der Kirchen» solle ein niederschwelliges Angebot sein, unterstreicht er: «Wir wollen die Kirche möglichst vielen Leuten bekannt machen, ihnen zeigen, was man alles erleben kann, von Stille bis Gesang, von lustig bis besinnlich, von Begegnung bis alleine sein.»

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