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Galderma Egerkinen Nestlé schliesst Fabrik ihrer Tochterfirma

Legende: Video Nestlé schliesst Produktion in Egerkingen SO abspielen. Laufzeit 2:11 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 31.08.2017.

Nicht nur für Egerkingen, für das Gäu und den ganzen Kanton sei es ein harter Schlag. So kommentiert Egerkingens Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi den geplanten Wegzug von Nestlé Skin Health gegenüber SRF.

Auch die Solothurner Volkswirtschaftsdirektorin Brigit Wyss bedauert den Entscheid sehr. Man sei aus allen Wolken gefallen. Noch im Frühjahr sei man mit Vertretern der Nestlé-Tochter zusammengesessen. Damals sei ein Wegzug aus Egerkingen kein Thema gewesen.

Nicht ganz so überraschend kommt der Entscheid für die Gemeindepräsidentin von Egerkingen. Im Dorf sei die Zukunft der Fabrik schon länger ein Thema, so Bartholdi.

Langjährige Mitarbeiter haben schon länger gesagt, dass es in die falsche Richtung geht und nicht gut kommt.
Autor: Johanna BartholdiGemeindepräsidentin Egerkingen

Am meisten macht der Gemeindepräsidentin zu schaffen, dass 190 Stellen verloren gehen. 78 weitere Angestellte werden gemäss Nestlé Skin Health voraussichtlich an anderen Orten in der Schweiz weiterbeschäftigt.

Auch die Solothurner Regierung legt ihren Fokus auf die Menschen, welche nun ihre Stelle verlieren. In einem Gespräch habe man «nicht nur einen guten, sondern einen grosszügigen Sozialplan» gefordert, sagt Volkswirtschaftsdirektorin Wyss.

Massnahmen wie ein mobiles Jobcenter vor Ort seien bereits gemeinsam mit der Nestlé-Tochter angedacht. Wyss spricht von «intakten Chancen», dass ein grosser Teil der Betroffenen wieder eine Stelle in der Region findet. 80 Prozent seien sehr gut qualifiziert und hätten gute Chancen.

Egerkingen verliert Aushängeschild

Wyss betont, dass der Entscheid der Nestlé-Tochter nichts mit dem Standort Solothurn zu tun habe. Die Firma habe dem Kanton sehr gute Rahmenbedingungen attestiert. Es sei ein Weltkonzern, der bei einem nicht gut ausgelasteten Werk wie der Fabrik in Egerkingen einfach rasch reagiere.

Mit der Fabrik verschwinden nicht nur Arbeitsplätze, es verschwindet auch eine bekannte Marke aus dem Gäu. Hier wird bisher nämlich die bekannte Sonnencrème «Daylong» produziert. Der Verlust dieser «Ausstrahlungskraft» bedauere man sehr, heisst es in Solothurn.

Und auch Gemeindepräsidentin Bartholdi betont: «Das ist schmerzhaft». Man habe dieses Produkt mit der Gemeinde verbunden. Alle Egerkinger hätten sich mit der Sonnencrème identifiziert und seien stolz darauf gewesen.

Keine neue Abwanderungswelle

Dass der Wegzug von Galderma der Start einer neuen Abwanderungswelle von Firmen ist, daran glaubt Jonas Motschi nicht. Der Leiter des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Solothurn spricht von einem Einzelfall. Nach der Schwerindustrie – etwa die Zellulosefabrik in Attisholz – sei der Abgang der Nestlé-Tochter nicht der Beginn einer weiteren Deindustrialisierung.

In der heutigen Zeit befänden sich Arbeitnehmende in einer kurzlebigen Zeit. Die betroffenen Mitarbeitenden bei Galderma seien aber zum grossen Teil qualifizierte Berufsleute. Chemikerinnen oder Laboranten hätten gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

5 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Immer mehr Konzerne verlagern ihre Arbeitsplätze ins Ausland. So spart man viel Kosten und der Konzern kann mehr Gewinn einstreichen. Dafür holen wir wieder andere Unternehmen in die Schweiz. Wie lange soll es so noch weiter gehen?
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Das ist die vormalige Frma Spirig, eine enorm starke Firma mit enormem Wachstum und ein Dorn im Auge der Pharmariesen... weil Produzent von Generika, also Kopien von Markenmedikamenten.. wobei die Kopien oft besser waren (galenische verarbeitung zB) alsOriginale.. Was tut big brother? Er uebernimmt und laesst dann das Unternehmen "schlitteln" und man ist den boesen Konkurenten los.. Und einige Mitmenschen ihre Lebensaufgabe, ihr Einkommen '' ihren Job! Unterstellung??? Man hoere!
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Der ganze Artikel leidet unter Kommatitis. Gravierende Fehler, wie z.B. das vs. dass. Ganz bitter. Bitte schleunigst korrigieren, diese Orthographie ist eine regelrechte Schande auf dem staatlichen Nachrichtenportal. LektorIn abmahnen. So geht es nicht.
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    1. Antwort von Maurice Velati, Leiter Regionalredaktion Aargau Solothurn SRF
      Vielen Dank für Ihren freundlichen Kommentar. Wir haben den Artikel noch einmal überarbeitet. Gleichzeitig weise ich Sie höflich darauf hin, dass unsere Redaktion weder staatlich gelenkt ist noch LektorInnen beschäftigt. Wir arbeiten mit sehr bescheidenen Mitteln für den Onlinebereich in den Regionalredaktionen, da wir hauptsächlich Radiosendungen produzieren.
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    2. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Ein grosses Kompliment für diese Veröffentlichung. Ohne Lektor ist es verständlich, dass sich Fehler einschleichen. In diesem Artikel war einfach die Anzahl störend. Daher die Freundlichkeit... :) Ich habe diese Rahmenbedingungen nicht gekannt, danke für die Information.
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