Neue Studie zeigt: Ohne neue Leitung droht Wasserknappheit

Eine Ringleitung soll künftig Wasser von Niederlenz in das Bünz- und Reusstal bringen. Gestern Abend haben die Industriellen Betriebe Wohlen mit einer Studie die Wichtigkeit dieses Projektes untermauert. Betroffen sind alle Gemeinden in der Gegend.

Ein Grafik der Wasserversorgung

Bildlegende: Links: Der Ist-Zustand der Wasserversorgung im Bünz- und Reusstal. Rechts: Die geplante Ringleitung (2050). ZVG

Bis ins Jahre 2050 leben über 100'000 Menschen in der Region Bünz- und Reusstal, zeigt eine Studie, welche die Industriellen Betriebe Wohlen in Auftrag gaben. Für so viele Menschen reicht das Wasser jedoch nicht.

Deshalb soll nordwestlich von Niederlenz ein grosses Grundwasservorkommen noch besser ausgeschöpft werden. «Über eine Ringleitung fliesst das Wasser von Niederlenz über Lenzburg nach Wohlen und durch das Reusstal via Bremgarten wieder zurück», erklärt Peter Lehmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Industriellen Betriebe Wohlen das Projekt.

Millioneninvestition in Wasserversorgung

Alle Gemeinden hätten Zugang zu diesem Ringsystem und könnten bei Wasserknappheit von diesem das Wasser beziehen. Deshalb sieht Peter Lehmann die Chance für die Realisierung des Projektes als intakt: «Alle Gemeinden sind in Zukunft auf mehr Wasser angewiesen.»

Kostenpunkt des Projekts sind zirka 35 Millionen Franken. Die Gemeinden könnten sich über einen Fixkostenbeitrag in das System einkaufen. Zudem entsteht noch ein variabler Beitrag, der von der genutzten Wassermenge abhängig ist.

(Bildquelle: Colourbox)