Neue Züge auf der Bahnlinie Solothurn-Bern

Die Regionalverkehr Bern-Solothurn AG nimmt neue Züge in Betrieb. Seit Mittwoch fährt der erste neue Next-Zug auf der Strecke. Bis im Dezember 2013 soll die ganze Flotte ersetzt werden. Damit könne man den Fahrplan ausbauen. Allerdings braucht es dazu auch Geld von den Kantonen.

Eine Zugkomposition der RBS unterwegs in einer ländlichen Umgebung, im Hintergrund die Jura-Kette.

Bildlegende: Ab Dezember 2013 sollen zwischen Solothurn und Bern nur noch sogenannte Next-Züge (Bild) verkehren. zvg

Bereits seit 2009 verkehren sechs Niederflur-Express-Züge (Next) zwischen Solothurn und Bern. Nun wird die Flotte vergrössert: In diesem Jahr sollen acht neue Zugskompositionen in Betrieb genommen werden, teilte die Firma Regionalverkehr Bern-Solothurn AG (RBS) am Mittwoch mit.

Nur noch neue Züge bis Ende Jahr

Der erste neue Next-Zug ist seit Mittwoch auf der Strecke unterwegs. Der RBS will seine gesamte Flotte bis zum nächsten Fahrplanwechsel mit neuem Rollmaterial ersetzen. Ab Dezember 2013 verkehren nur noch Next-Züge auf dem Netz. Damit könne der Fahrplan in Spitzenzeiten ausgebaut werden, erklärt RBS-Sprecherin Fabienne Thommen gegenüber Radio SRF.

«Die Züge fahren schneller, vor allem aber beschleunigen sie schneller. Damit gewinnen wir Zeit.» Um den Fahrplan noch dichter zu machen, sei aber auch der Ausbau der Strecke notwendig. «Wir brauchen mehr Kreuzungsmöglichkeiten», führt Fabienne Thommen aus. Deshalb wird aktuell zum Beispiel rund um den Bahnhof Biberist die Doppelspur verlängert.

Mit diesen Ausbauten und dem neuen Rollmaterial will der RBS ab Dezember 2013 in den Spitzenzeiten am Morgen den Viertelstunden-Takt von Bern nach Solothurn möglich machen. Bisher verkehren nur die Züge in die Gegenrichtung im Viertelstunden-Takt.

Spardruck im Kanton Bern könnte Ausbau stoppen

Doch der RBS entscheidet nicht allein über den Fahrplan. «Die Kantone müssen bei uns Leistungen einkaufen. Gerade im Kanton Bern ist noch unklar, wie viel Geld für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung steht. Wir wissen deshalb noch nicht sicher, ob wir alle unsere Pläne verwirklichen können», sagt Fabienne Thommen.

Im Moment aber sei der RBS zuversichtlich: Immerhin hätten sich die Kantone auch an der Beschaffung der neuen Züge beteiligt. Es wäre deshalb nur konsequent, wenn sie auch den Fahrplanausbau unterstützen.

So oder so sei aber die Anschaffung der neuen Zugskompositionen sinnvoll, betont Fabienne Thommen. «Auch wenn wir den Fahrplan nicht ausbauen können, so können wir mit dem neuen Rollmaterial zumindest den aktuellen Fahrplan besser einhalten. Wir können Verspätungen mit diesen Zügen schneller aufholen.» Die neuen Züge bieten auch mehr Komfort für die Passagiere: Bildschirme mit Fahrgastinformationen, mehr Gepäckablagen, mehr Beinfreiheit.