Neuer Verhinderungs-Anlauf in Wohlen

Seit Jahren sucht Wohlen eine Lösung für die Zukunft des Isler Areals. Das Land mitten im Zentrum sollte eigentlich einem Investor verkauft und bebaut werden. Es gibt dazu auch einen rechtsgültigen Gestaltungsplan. Eine Interessengemeinschaft wehrt sich allerdings dagegen, nun mit einer Initiative.

Eine Visualisierung mit einer Treppe an einem Bach

Bildlegende: In etwa so könnte das Islerareal in Wohlen dereinst aussehen, wenn es nach dem Willen der Gemeinde geht. ZVG

Nach Ansicht der kleinen Interessengemeinschaft Oase Isler Areal, sollte auf dem rund 7600 Quadratmeter grossen Stück Land mitten im Zentrum eine Art Park entstehen. Es soll Kieswege, Feuerstelle und Sitzbänken geben, ein Naturerholungsraum mitten im Zentrum.

Diese Forderung widerspricht allerdings den Absichten der Gemeinde und auch das Volk hat die Forderung nach einem Park vor Jahren an der Urne schon einmal bachab geschickt. Auf diesem wichtigen Grundstück mitten im Zentrum möchte die Gemeinde qualitativ und nachhaltig wachsen, erklärt Vize-Ammann Paul Huwiler: «Wir wollen, dass Leben einkehrt im Isler-Areal. Es ist dafür genau der richtige Ort.»

Für diese Absichten besteht auch schon ein gültiger und verbindlicher Gestaltungsplan. Dieser sieht eine Überbauung durch einen Investor vor und legt die dafür nötigen Eckwerte sehr präzise fest, damit wolle die Gemeinde auch steuern, wie dieses zentrale Stück Land dereinst das Ortsbild prägt, meint Huwiler: «Am Gestaltungsplan konnten alle mitarbeiten, der Regierungsrat hat ihn auch in Kraft gesetz und somit ist er fix wie ein Gesetz, das können aber anscheinend nicht alle akzeptieren.»

Schon mehrfach gescheitert

Trotzdem wehrt sich die IG Oase Isler-Areal weiterhin gegen das Vorhaben. Gemäss einer Mitteilung vom Sonntag beginnt die IG mit dem Sammeln von Unterschriften, rund 800 davon sind nötig, damit es erneut eine Abstimmung zum Isler Areal gibt.

Gemäss dem vom Einwohnerrat bewilligten Gestaltungsplan würde das Areal mitten im Zentrum mit drei bis vier Gebäuden bebaut. Die Zwischenräume würden als öffentliche Plätze für die Bevölkerung gestaltet. Ausserdem würde der eingedohlte Gugibach freigelegt und die Bünz mit Treppenstufen ans Ufer besser erschlossen.

Um diese Pläne zu verhindern hat die IG bereits im Sommer 2015 im Einwohnerrat eine Motion eingereicht, mit welcher sie die Überbauung verhindern und den ihr vorschwebenden Park fordern wollte. Der Rat lehnte die Motion aber deutlich ab. Nun nimmt die IG einen neuen Anlauf mit der Lancierung einer Volksinitiative.

Der Wohler Gemeinderat empfindet das Vorgehen der IG als Zwängerei, «ich habe dafür kein Verständnis», sagt Vize-Ammann Paul Huwiler. Immerhin habe das Volk bereits 2008 in einer Abstimmung mit überwältigender Mehrheit Nein gesagt zu den Park-Plänen der IG.