Nichts mehr mit «brötlä» in den Solothurner Wäldern

Der heisse Sommer und seine Schattenseiten: Der Kanton Solothurn verbietet Feuer machen in den Wäldern und ihrer Umgebung. Die Waldbrandgefahr sei zu gross, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Der Kanton Aargau hat noch keine Massnahmen ergriffen. Er prüft die Situation am Freitag erneut.

Der Kanton Solothurn hat die Lage analysiert und ist schliesslich zum Schluss gekommen: es ist zu gefährlich! Zu gefährlich, ein Feuer zu machen im Wald und in Waldesnähe. Das absolute Feuerverbot gilt ab sofort. Und: es gilt für alle Regionen des Kantons.

Absolutes Feuerverbot heisst:

  • kein Feuer entfachen im Wald und in Waldesnähe
  • keine brennenden Raucherwaren wegwerfen (Zigaretten, z.B.)

In der Medienmitteilung vom Mittwoch steht, dass auf dem ganzen Kantonsgebiet eine akute Waldbrandgefahr herrsche. Auf der fünfstufigen Gefahrenskala ordnet sich der Kanton auf einer vier ein: grosse Gefahr. Das trockene Wetter und die hohen Temperaturen der letzten Tage hätten dazu geführt. Diese Wettersituation werde sich auch in den nächsten Tagen voraussichtlich nicht ändern, steht weiter in der Mitteilung.

Auch der Aargau prüft Massnahmen

Grosse Waldbrandgefahr herrscht auch in anderen Teilen der Schweiz. Absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe gilt auch in den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Waadt und Wallis.

Im Kanton Aargau gilt derzeit Gefahrenstufen zwei, das bedeutet eine «mässige» Waldbrandgefahr. Massnahmen wurden keine beschlossen. Trocken ist es aber auch im Aargau. Dies bestätigt der Kantonsförster auf Anfrage von Radio SRF. Und weil kaum Niederschlag in Sicht sei, wolle man die Situation am Freitag erneut prüfen. Für die Beurteilung sind beim Kanton Aargau die Abteilung Wald, die Gebäudeversicherung und der kantonale Führungsstab zuständig.