Nochmals mehr Arbeitslose in den Kantonen Aargau und Solothurn

Knapp 11'000 im Aargau und fast 4500 im Solothurnischen. In beiden Kantonen stieg die Arbeitslosenquote nun im Januar nochmals an. Bereits im Dezember stieg die Quote an und ist nun bei beiden Kantonen bei 3,1 Prozent. Das ist aber immer noch tiefer als der Schweizer Durchschnitt von 3,4 Prozent.

Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen in der Region geht weiter. Im Kanton Aargau stieg die Quote um 0,1 Prozent auf 3,1. Damit ist die Quote nun in beiden Kantonen gleich hoch. Allerdings war der Anstieg im Solothurnischen leicht höher, die Zunahme beträgt dort 0,2 Prozent.

Krise in Europa und saisonale Gründe

Kein besonders starker Anstieg, bestätigen beide Kantone auf Anfrage. Aber: Die Zahlen steigen - nach einer Zunahme im Dezember - weiter an. Ein Zeichen dafür, dass die Krise in Europa noch nicht zu Ende ist, meint Jonas Motschi. Der Leiter des dortigen Amts für Wirtschaft und Arbeit sieht in der Krise den Hauptgrund für den Anstieg.

Sein Aargauer Kollege vermutet hingegen saisonale Gründe in mehreren Branchen, vor allem aber im Baugewerbe. Laut Thomas Buchmann ist dort die Arbeitslosigkeit weiter angestiegen. Diese Aussagen machte das gleiche Amt bereits zu den Zahlen im Dezember und stiess damit beim Baumeisterverband auf Unverständnis.

Geschäftsführer Pascal Johner verstand damals diese Begründung nicht, und vermutete andere Gründe. Thomas Buchmann bleibt aber auch in diesem Monat dabei. «So wie ich das aus meinen Zahlen lesen kann, sind es saisonale Gründe im Baugewerbe. Konjunkturelle Gründe kommen eher weniger in Frage.»

Positive Signale aus Deutschland

Einig sind sich beide Kantone darin, dass die Talsohle in Sachen Arbeitslosenzahlen noch nicht erreicht ist. Erst im 2. Halbjahr 2013 oder gar erst im Jahre 2014 dürften die Zahlen wieder sinken. Positive Anzeichen dafür sieht Jonas Motschi vom Kanton Solothurn beispielsweise aus Deutschland, dem Haupthandelspartner der Schweiz. «Dort sinken die Arbeitslosenzahlen, was als gutes Zeichen für die Schweiz gewertet werden darf», so Motschi.