Oberentfelden beschenkt Kinder aus Sozialhilfe-Familien

Die Aargauer Gemeinde spendet normalerweise jedes Jahr Geld für eine Hilfsaktion im In- oder Ausland. Dieses Jahr setzt sie das Geld aber in der eigenen Gemeinde ein.

Zwei Frauen stehen vor Weihnachtsbaum, darunter liegen Geschenke.

Bildlegende: Waren auf Einkaufstour: Die beiden Gemeinderätinnen Petra Huckele (links im Bild) und Monique Gammeter (rechts im Bild). ZVG

Im Gemeindehaus von Oberentfelden lagern derzeit rund 50 Weihnachtspakete. Die Pakete sind aber nicht für die Mitarbeiter der Gemeinde bestimmt, oder für Kinder in Entwicklungsländern. Nein, die Geschenke sind für Kinder aus Sozialhilfe-Familien vorgesehen. Im eigenen Dorf.

«  Letztes Jahr haben wir ein Projekt auf den Philippinen unterstützt, nun wollten wir etwas für die eigene Gemeinde tun. »

Petra Huckele
Gemeinderätin Oberentfelden

Im Budget der Gemeinde ist alljährlich ein Betrag von 10'000 Franken vorgesehen für Hilfsaktionen. Das Geld wird jeweils gespendet bei Naturkatastrophen im In- und Ausland. Oder es wird eingesetzt für «Infrastrukturprojekte in finanzschwachen Schweizer Gemeinden», wie es in einer Mitteilung der Gemeinde heisst.

Ferngesteuerte Autos und Kleidergutscheine

Nun sind also sozial benachteiligte Kinder in Oberentfelden an der Reihe. Kinder, deren Eltern sich keine grösseren Weihnachtsgeschenke leisten könnten, sagt die zuständige Gemeinderätin Petra Huckele gegenüber Radio SRF. Dank der Sozialhilfe seien die Familien nicht mehr in Not, müssten aber immer noch mit wenig Geld auskommen.

Die Eltern konnten selber entscheiden, welche Geschenke die Gemeinde für ihre Kinder kauft. In der Hitparade weit vorne sind laut Mitteilung ferngesteuerte Autos, Wissensspiele, und Gutscheine für Kleider.

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