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Öffentlicher Verkehr Zwei Aargauer Regionalbahnen fusionieren

Die BDWM und die WSB gehen zusammen. Der Aargauer Regierungsrat erhofft sich dadurch Synergien.

Bahnhof mit zwei Zügen
Legende: Die Wynental- und Suhrentalbahn WSB verbindet Menziken über Aarau mit Schöftland. ZVG / WSB

Die beiden Aargauer Regionalbahnen Wynental- und Suhrentalbahn WSB und die Bremgarten-Dietikon-Bahn BDWM sollen sich zusammenschliessen. Das hat der Aargauer Regierungsrat entschieden. Zuvor war geplant gewesen, die Bahnen nur in einer Management-Holding zusammenzuführen.

Die komplette Fusion bringe aber viele Vorteile, schreibt der Aargauer Regierungsrat in einer Mitteilung. So würden die Strukturen schlanker und die Synergien grösser. Die Kosten könnten gesenkt werden. Für die Mitarbeitenden werde die Phase der Unsicherheit kürzer, weil eine gemeinsame Unternehmenskultur rascher etabliert werden könne.

Es entsteht ein grosses Unternehmen

Die Fusionsgesellschaft ist gemäss Regierungsrat für die künftigen technischen, organisatorischen und finanziellen Herausforderungen besser aufgestellt. Mit der Fusion der beiden Unternehmen entsteht ein grösserer Anbieter im Öffentlichen Verkehr.

BDWM im Bahnhof
Legende: Die BDWM verbindet Wohlen über Bremgarten mit Dietikon. ZVG / BDWM

Gemäss Angaben der Aargauer Regierung werde das neue Unternehmen 550 Mitarbeitende beschäftigen. 30 Millionen Fahrgäste sollen jährlich transportiert werden.

Fusions-Entscheid ist Formsache

Die Fusion muss noch im Frühling 2018 an den ordentlichen Generalversammlungen der Bahnen beschlossen werden. Sie soll dann rückwirkend per 1. Januar 2018 vollzogen werden.

Der Fusions-Entscheid dürfte Formsache sein: Die Kantone Aargau und Zürich und der Bund besitzen nämlich zusammen die Aktien-Mehrheit und sind alle für die Fusion, teilt die Aargauer Regierung mit.

Zwei bedeutende Regionalbahnen


BDWM (inkl. Limmat Bus AG)
WSB
Anzahl Mitarbeitende
262
177
Reisende pro Jahr
15 Millionen
6 Millionen
Umsatz pro Jahr
28,7 Mio. Fr.
9,8 Mio. Fr.

Die Fusion ändert die Eigentumsverhältnisse. Der Kanton Aargau wird gemäss der Bewertung der beiden Bahnen mit rund 45 Prozent der grösste Aktionär der neuen Gesellschaft. Der Bund wird zu rund 33 Prozent Eigentümer des Unternehmens.

Die Stadt Aarau wird noch einen Anteil von 5,7 Prozent haben (bisher 7,9 Prozent Anteil an der WSB). Der Anteil des Kantons Zürich verringert sich auf 2,2 Prozent (bisher 7,8 Prozent an der BDWM).

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