Olten: Gebirgsziegen gegen Brombeer-Fluch

In Olten werden zum ersten Mal im Kanton Solothurn Gebiergsziegen gegen wuchernde Brombeersträuche eingesetzt. In den nächsten fünf Jahren soll so auf der SBB-Böschung bei der Umfahrung Olten eine grüne Wiese entstehen.

Drei Ziegen auf der SBB Böschung in Olten.

Bildlegende: Bereits letzten Herbst haben drei Ziegen probeweise auf der SBB-Böschung bei der neuen Umfahrung Olten gelebt. zvg

Auf der SBB-Böschung bei der Umfahrung Olten soll eine grüne Wiese entstehen. Die wuchernden Brombeersträucher müssen weichen. Der Kanton hat vieles versucht, aber bisher hielten sich die Pflanzen hartnäckig.

Zuerst wurden die Sträucher mit PVC-Matten abgedeckt, um sie so abzutöten. Nach zehn Monaten wurde das erfolglose Projekt abgebrochen. Die Sträucher zu roden, wäre zu langwierig und teuer. Die Sträucher mit Gift zu bekämpfen, will und darf der Kanton nicht, denn die Böschung liegt in einem Schutzgebiet.

Projekt kostet 110'000 Franken

Nun sollen Gebirgsziegen die jungen, stacheligen Blätter der Brombeersträucher abknabbern und so verhindern, dass die Sträucher weiter wuchern können: «Bereits im letzten Herbst, haben wir ein Pilotprojekt durchgeführt», so Andrew Walter, Projektleiter für Kunstbauten bei der Umfahrung Olten. Dabei habe sich gezeigt, dass die Ziegen die Brombeerblätter überaus gerne verzehren. In den nächsten Jahren sollen nun alle ein bis zwei Monate 15-20 Ziegen für einige Wochen auf der SBB-Böschung leben. Die Ziegen gehören einem Bauern aus Gretzenbach.

Das Projekt kostet Kanton und SBB 110'000 Franken. Am teuersten ist die Haltung der Ziegen. Für die Tiere hat man auf der SBB Böschung Trockenmauern, Nischen, Holzhütten und einen Zaun gebaut. Zusätzlich fallen Kosten für weitere Rodungen an.

In fünf Jahren wollen Kanton und SBB entscheiden, ob das Projekt weitergeführt wird.