Oltner Kantonsspital hat sein eigenes Babyfenster

Gemeinsam mit der Stiftung Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind hat das Oltner Kantonsspital ein Babyfenster geschaffen und bietet dieses Angebot ab dem 1. Juni an. Damit hat die Schweiz insgesamt drei Babyfenster.

Bild vom Oltner Babyfenster. Zu sehen ist ein fast schon gewöhnliches Fenster mit typischem Griff, darüber geschrieben steht - auf blauem Hintergrund mit weisser Schrift - Babyfenster.

Bildlegende: Nach Einsiedeln und Davos erhält nun Olten ebenfalls ein Babyfenster, das insgesamt dritte in der Schweiz. ZVG

Es ist ein Angebot für Mütter in extremen Notsituationen, erklärt das Kantonsspital Olten in einer Medienmitteilung. Dank dem neu eröffneten Babyfenster können Mütter ihr Kind anonym in medizinische Obhut geben, wenn sie nicht mehr weiter wissen.

Ziel dieser Einrichtung ist es, Kindsaussetzungen und Kindstötungen zu verhindern, schreibt das Spital weiter. Das Babyfenster soll auch mithelfen, Krisensituationen rund um die Geburt eines Kindes zu überbrücken. Falls sich die Mutter nicht meldet oder falls sie das Kind freigibt, ist eine Adoption nach einem Jahr möglich.

Das Babyfenster ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind sowie dem Kantonsspital Olten. Dieses gehört zur Solothurner Spitäler AG.

Das Spital Einsiedeln hat seit 2001 ein Babyfenster, Davos seit 2012. Das dritte Schweizer Babyfenster geht am 1. Juni in Olten auf.