Paul Scherrer Institut arbeitet an AKW-Rückbauplänen mit

Atomkraftwerke abschalten ist einfach, das Rückbauen weniger. Deshalb wollen Forscher ihr Wissen bündeln. Im deutschen Karlsruhe nimmt nun ein europaweit einmaliges Forschungsteam die Arbeit auf. Beteiligt ist auch das Schweizer Paul Scherrer Institut mit Sitz im aargauischen Villigen.

Ein AKW-Kühlturm wird gesprengt

Bildlegende: Das Rückbauen von AKW ist eine schwere Sache, das Sprengen der Kühltürme ist dabei wohl fast noch das einfachste. Keystone (Symbolbild, Südafrika)

Wie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am Freitag mitteilt, haben sich fünf internationale Institute zum Cluster «Rückbau kerntechnischer Anlagen» zusammengeschlossen. «Mit dem Abschalten von Kernkraftwerken fängt die Arbeit erst an», begründet Oliver Kraft, Vize-Präsident für Forschung am KIT, die Initiative.

Gründungsmitglieder sind das KIT, das Paul Scherrer Institut in der Schweiz, die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe, die Universität Stuttgart mit dem Institut für Kern- und Energietechnik und der Materialprüfungsanstalt Stuttgart sowie das Institut für Transurane (Karlsruhe) und das Institute for Reference Materials and Measurements (Belgien) der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission.

Das neue Netzwerk soll Kompetenzen aus drei Ländern bündeln und insbesondere die Ausbildung für Fachkräfte stärken.

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AKW-Rückbau: Langwierig und teuer

7:30 min, aus Einstein vom 15.3.2012