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Politik macht Druck Olten und die sbo – Liebe ist es nicht

Trotz Millionengewinn: Die Städtischen Betriebe Olten stehen in der Kritik und es werden Forderungen laut.

Legende: Audio Gezerre um die Städtischen Betriebe Olten abspielen. Laufzeit 2:13 Minuten.
2:13 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 25.05.2018.

Die Städtischen Betriebe Olten (sbo) haben auch letztes Jahr Gewinn gemacht: Drei Millionen Franken. Schon in den Jahren zuvor resultierten Millionengewinne. Das Eigenkapital ist mittlerweile auf 50 Millionen Franken angewachsen.

Bei einem solchen Ergebnis würden andere Städte den Geschäftsbericht ihrer Energiefirma zufrieden abnicken. Nicht so Olten. Hier gab es im Parlament am Donnerstagabend nicht zum ersten Mal Kritik – und viele Wünsche an die sbo.

Die Transparenz: Obwohl die sbo der Stadt Olten gehört und das Parlament eine Aufsichtsfunktion wahrnimmt, gibt das Unternehmen nach wie vor nicht bekannt, wie hoch die stillen Reserven sind. «Wir sind auf Mutmassungen angewiesen», sagte Dieter Ulrich als Sprecher der Finanzkommission. «Wir können die Aufsichtspflicht nicht richtig wahrnehmen», kritisierte Corina Bolliger für die Fraktion SP/Junge SP.

Der Strompreis: Olten zahle noch immer überdurchschnittlich viel für den Strom, kritisierte Matthias Borner für die SVP. Er verlangte angesichts der guten Ergebnisse, dass die sbo den Strompreis senkt.

Der Gaspreis: Die Gewinne an die Kunden weitergeben und Preise senken – das verlangten auch die Grünen. Ihnen ist allerdings der Ökostrom und das Biogas zu teuer im Vergleich mit normalem Strom und Gas.

Die Öko-Investitionen: Energiepreise zu senken sei nicht nachhaltig, kritisierte die SP. Sie verlangte stattdessen von der sbo höhere Investitionen, insbesondere in umweltfreundlichere Technologien. Dass die sbo letztes Jahr keinen Franken für die Photovoltaik ausgegeben hat, «ist in der heutigen Zeit nicht akzeptierbar», kritisierte Fraktionssprecherin Corina Bolliger.

Die Sonder-Ausschüttung: Nochmals eine andere Idee präsentierte Urs Knapp von der FDP. Angesichts des vergleichsweise sehr grossen Eigenkapitals der sbo solle die Stadt Olten eine Sonder-Ausschüttung von 20 Millionen Franken verlangen und damit das neu benötigte Schulhaus finanzieren.

Trotz vieler Kritik und etlicher Forderungen: Den Geschäftsbericht der Städtischen Betriebe Olten genehmigte das Parlament bei 2 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen klar.

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