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Postauto Skandal AKB-Bankrat steht hinter Pascal Koradi

Neue Vorwürfe gegen Pascal Koradi im Postauto-Skandal: Wollte der heutige AKB-Chef Gewinne bei Postauto verschleiern?

Es wird immer ungemütlicher für den Chef der Aargauischen Kantonalbank Pascal Koradi. Wie der «Blick» am Freitag berichtet, soll sich der ehemalige Post-Finanzchef Koradi intern für ein besonders effizientes System stark gemacht haben, um Gewinne aus dem Bereich Postauto zu verschleiern. Dieses System wurde aber nicht umgesetzt.

Eingang der Aargausichen Kantonalbank AKB
Legende: Wegen dem Postauto-Skandal steht der heutige AKB-Chef Pascal Koradi in der Kritik, er ist ehemaliger Finanzchef der Post. SRF/Stefan Ulrich

Pascal Koradi wollte heute gegenüber SRF nicht persönlich Stellung nehmen. Schriftlich liess er jedoch Folgendes ausrichten: «Ich habe mich als Leiter Finanzen Post und Mitglied der Konzernleitung mit meinen Kolleginnen und Kollegen stets dafür eingesetzt, innerhalb der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für alle Anspruchsgruppen das bestmögliche Resultat zu erzielen.»

Egloff: «Koradi geniesst unser vollstes Vertrauen»

Pascal Koradi wurde im Herbst 2015 vom Bankrat der Aargauischen Kantonalbank zum Direktor ernannt. AKB-Bankratspräsident Dieter Egloff sagte auf Anfrage von SRF, dass es nicht die Aufgabe des Bankrats sei, sich zu den Ereignissen bei einem Drittunternehmen zu äussern. «Selbstverständlich wird der Bankrat als Oberleitungsorgan der AKB schon rein aus aufsichtsrechtlichen Gründen die Angelegenheit weiter verfolgen», so Egloff.

Der Bankratspräsident und der Bankrat würden in engen Kontakt mit Pascal Koradi stehen. «Dieser geniesst weiterhin das vollste Vertrauen des Bankrates», so Egloff.

Was bisher geschah

  • Postauto soll sich Subventionen in der Höhe von 78 Millionen Franken ungerechtfertigt erschlichen haben.
  • Angeblich wusste die Post-Führung Bescheid, der «Blick» veröffentlichte am Donnerstag eine vertrauliche Post-interne Aktennotiz.
  • Die brisante Aktennotiz ging gemäss Verteiler auch an Pascal Koradi, damals Finanzchef bei der Post, heute Direktor der Aargauischen Kantonalbank.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Sobald die Herren ihr schmutziges Geschäft geplant und installiert haben und es dann heiss wird , hüpfen sie in das nächste Vertrauensgeschäft in der Hoffnung, dann unentdeckt weiter ihre Geschäfte zu tätigen. Diese Rochaden sind doch langsam sattsam bekannt ! Es nimmt kein Ende mit den Veruntreuungen von Bürgergeldern . Was wir brauchen sind scharfe Prüfsysteme die monatlich die Geschäftsabläufe solcher Wasserköpfe auf ihre Gebaren überprüfen . Die Prüfer müssen ausgelost werden !
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  • Kommentar von Daniel Frei (daniel.frei9)
    Wie üblich gilt für die involvierten Kaderleute, die im Mail von 2013 aufgeführt sind, bis zur rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Gemäss heutigem Stand wurden wissentlich 78 Mio. Franken falsch verbucht. Dieser Fact ist ein krimineller Tatbestand. Wie lange hält die AKB zu Ihrem CEO, Herr Koradi?
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