Privatperson unterstützt Oltner Tagesheim aus eigener Tasche

Die Stadt Olten dreht dem Tagesheim Sonnegg Ende dieses Jahres den Geldhahn zu. Nun hat sich eine Privatperson gemeldet und kommt für den Heimbetrieb auf, zumindest im nächsten Jahr. Bis 2015 will sich die Heimleitung Gedanken machen, wie es mit der Institution weiter gehen soll.

Das Tagesheim von aussen betrachtet.

Bildlegende: Neue Hoffnung: Das Tagesheim Sonnegg hat genug Geld für den Betrieb bis 2015. ZVG

Tagesheimleiterin Brigitte Beeli kann aufatmen, zumindest vorläufig: Die Oltner «Sonnegg» hat genug Geld, um auch 2015 offen zu bleiben. Ein Oltner, der selber Verwandte im Heim hat, spendete Geld.

«Damit bleibt uns genügend Zeit, um das Heim betriebswirtschaftlicher zu machen und längerfristig zu erhalten», erklärt Beeli im «Regionaljournal Aargau Solothurn» von Radio SRF.

Das Tagesheim dient älteren, kranken aber auch behinderten Menschen. Sie können dort den Tag verbringen, für rund 100 Franken täglich. Um kostendeckend zu arbeiten, müsste der gemeinnützige Frauenverein als Betreiber aber 180 Franken pro Tag verlangen.

Eine Preiserhöhung komme nicht in Frage, hiess es im Juni. Nun überlegt man sich, die Öffnungszeiten im Heim zu verkürzen oder bei umliegenden Gemeinden Beiträge zu verlangen. Schliesslich seien über die Hälfte der Gäste gar nicht aus Olten.