Pro Specie Rara: Warum die alten Tierrassen eigentlich schützen?

In der Vianco Arena in Brunegg zeigt die Organisation Pro Specie Rara an diesem Wochenende verschiedene alte Tierrassen. Der Organisation liegt viel am Erhalt alter Rassen. Aber wo liegt der Sinn dahinter? In der genetischen Vielfalt, heisst es.

Nur alle fünf Jahre zeigt die Organisation Pro Specie Rara an einer grossen Schau alle bedrohten Rassen. Beispielsweise die Simplonziege, Edel-Weiss-Simmentaler oder Wollschweine. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht, weil sie kaum mehr als Nutztiere gezüchtet werden. Aber wozu braucht es sie dann noch?

Pro Specie Rara setzt sich dafür ein, dass diese alten Rassen auch weiterhin existieren. «Es geht uns auch darum, die genetische Vielfalt zu erhalten», erklärt Phillip Ammann von Pro Specie Rara. Und ausserdem sei eine Vielfalt der Tiere auch aus kultureller Sicht wertvoll.

Wollschweinfleisch mit weniger Wasser

André Steiner ist einer der Aussteller an der Pro Specie Rara Schau in Brunegg. Er zeigt unter anderem seine Wollschweine. «Die Aufzucht dieser Tiere dauert viel länger als bei normalen Hausschweinen», erklärt Steiner. Dafür habe man am Schluss mehr Fleisch im Teller.

Das Fleisch der Hochleistungsschweine schrumpfe nämlich viel stärker beim Braten. Es enthält nämlich viel weniger Wasser, weil das Tier Zeit hatte zu wachsen. Die Tiere, die an der Tierschau in Brunegg gezeigt werden, sind also keine Hochleistungstiere. Sie sind jedoch die Garanten für eine grosse Vielfalt in der Schweizer Nutztierlandschaft.