Zum Inhalt springen
Inhalt

Probleme mit Brennelementen AKW Leibstadt bleibt bis Ende Jahr abgeschaltet

Kernkraftwerk Leibstadt
Legende: Das Kernkraftwerk in Leibstadt stand ein halbes Jahr still bis im Februar, jetzt läuft es wieder monatelang nicht. Keystone

Das AKW Leibstadt muss seine Wiederinbetriebnahme nach der Jahresrevision erneut verschieben. Der Grund sind weitere Probleme mit Brennelementen.

Als neuer Termin nennt die Kernkraftwerk Leibstadt AG in einer Mitteilung nun Ende Dezember. Schon Ende Oktober hatte die AKW-Betreiberin mitgeteilt, dass sich die Wiederinbetriebnahme um zehn Tage verzögern wird. Das neue Datum lautete damals noch 17. November.

Aufwändiges Verfahren

Weil 16 Brennelemente «nicht den Spezifikationen entsprachen», mussten sie ersetzt werden. Jetzt sind gemäss AKW weitere acht Brennelemente aufgetaucht, die von den selben «Abweichungen» betroffen sind.

Die Verantwortlichen des AKW Leibstadt entschieden deshalb, auch diese Brennelemente vorsorglich noch während der laufenden Jahreshauptrevision zu ersetzen.

Durch den Ersatz der Brennelemente wird eine Neuauslegung des Reaktorkerns notwendig. Dieser Reaktorkern beinhaltet 648 Brennelemente. Anschliessend müsse die Aufsichtsbehörde (Ensi) einen «umfassenden Freigabeprozess» durchführen, so das KKL weiter.

Der Ersatz der Brennelemente stehe in keinem Zusammenhang mit den Brennelement-Oxidationen, heisst es in der Mitteilung. Diese seien im laufenden Anlagebetrieb entstanden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Stefano Scherrer (SteScher)
    Die können auch nichts dafür, wenn sie irgend einen Schrott geliefert bekommen. Und solange die "nicht den Spezifikationen entsprechenden" Brennelemente nicht eingesetzt werden, scheint nicht viel Grund zur Sorge zu sein.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rob Müller (Energieexpert)
    Mit dem jährlichen Defizit von ca. 500 Mio CHF welche aktuell die AKW mehr kosten als sie Ertrag generieren, würde jede nicht private Unternehmung den Betrieb sofort einstellen. Die AKW Betreiber lassen sich versteckt quersubvent. (keine Versicherungs-Risikoprämien, Entsorgungsfonds um Faktoren zu klein). All die Milliarden von den AKW Geldschrederwerken würden locker ausreichen, um die Schweiz mit nachhaltiger, erneuerbarer, einheimischer Energie zu versorgen und das ohne radioaktiven Abfall.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von B Näf (uluru)
    wollen wir wirklich warten bis es knallt oder nehmen wir die oldtimer ausser betrieb? was braucht es noch? den supergau in der schweiz?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen