Requiem und Jazz? – Ja, das geht!

Zwei Chöre aus der Region Baden haben sich für die Schweizer Erstaufführung eines speziellen Werks mit dem Lucerne Jazz Orchestra zusammengetan. Sie führen ein Requiem für Chor und Big Band auf. Die Gegensätze zwischen Klassik und Jazz verschmelzen zu einem Ganzen.

Zwei Chöre aus der Region Baden proben mit dem Lucerne Jazz Orchestra ein Requiem. Und es funktioniert gut.

Bildlegende: Zwei Chöre aus der Region Baden proben mit dem Lucerne Jazz Orchestra ein Requiem. Und es funktioniert gut. zvg

Der renommierte Jazz-Komponist Steve Gray lotet in seinem Requiem die Grenzen aus, und überschreitet sie zuweilen. Zwei Klangwelten – die europäische Sakralmusik und der Klangkörper einer modernen Big Band – spielen miteinander, werden eins.

Dass dieses Requiem zum ersten Mal in der Schweiz aufgeführt wird, geht auf eine Idee von Dieter Gloor aus Ennetbaden zurück. Er singt Tenor im coro sonoro aus Kirchdorf, und findet die klassische Chor-Literatur nicht sonderlich interessant. Also ging er auf die Suche. Im Internet sei er dann auf die Komposition von Steve Gray gestossen, erzählt Gloor dem Regionaljournal Aargau Solothurn.

Fast 100 Sänger und 20 Musiker

Der coro sonoro hat sich für die Aufführung mit dem Kammerchor Baden zusammengetan. Ein Chor allein wäre zu klein gewesen neben der Big Band, erklärt Initiant Gloor. Bei den lauten Passagen hätte ein Chor allein keine Chance gegen die Profimusiker des Lucerne Jazz Orchestra.

Am Konzert sind nun gegen hundert Sängerinnen und Sänger, sowie zwanzig Instrumentalistinnen und Instrumentalisten beteiligt. Drei Konzerte finden statt: Zweimal wird das Requiem in Baden im Trafosaal aufgeführt (Samstag 26. Oktober, 20 Uhr; Sonntag 27. Oktober, 17 Uhr), einmal in Luzern in der Lukaskirche (Samstag 2. November, 19 Uhr).