Rheinsalinen und Saline in Bex haben grünes Licht für Fusion

Das Waadtländer Kantonsparlament hat am Dienstag grünes Licht für den Schulterschluss der Saline in Bex und den
Rheinsalinen gegeben. Damit fallen in der Schweiz alte Handelsgrenzen.

Der Grosse Rat stimmte dem Beitritt des Kantons Waadt zur interkantonalen Vereinbarung über den Salzverkauf in der Schweiz von 1973 einstimmig zu. Bereits im Frühjahr wird der Zusammenschluss vollzogen, wie die Rheinsalinen mitteilen. Die Rheinsalinen werden Mehrheitsaktionär der Saline de Bex.

Im Gegenzug erhält der Kanton Waadt als Besitzer der Saline de Bex eine Beteiligung von zehn Prozent an den Rheinsalinen. Die Saline in Bex soll weiterhin rund 30'000 Tonnen Salz pro Jahr produzieren. Sie ist aber wesentlich kleiner als die Rheinsalinen, die in Schweizerhalle bei Basel und Riburg (Rheinfelden) AG jährlich rund 500'000 Tonnen Salz herstellen.

Die Waadtländer Saline konzentriert sich auf Nischenprodukte wie «Sel des Alpes» und «Sel de Bex de Bien-Être». Diese Produkte können künftig in der ganzen Schweiz verkauft werden. Umgekehrt kommt das Jurasalz neu in alle Waadtländer Läden.

Durch den Zusammenschluss der Salinen könnten beide Unternehmen Synergien nutzen und die Logistik optimieren, teilten die Unternehmen gemeinsam mit.

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Genug Streusalz

2:11 min, aus Tagesschau vom 9.1.2014

Kein Stellenabbau

Förderband mit Salz

Salz auf einem Förderband in der Saline Riburg. Keystone

Die Rheinsalinen beschäftigen in Schweizerhalle und Riburg/Rheinfelden rund 165 Angestellte. Die Salinen in Bex haben 40 Mitarbeiter. Die Sicherung der Standorte und Arbeitsplätze liege den Firmen «sehr am Herzen», heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Dienstag.

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