Römisch-katholische Landeskirche öffnet die Tore für Asylbewerber

Die Römisch-katholische Landeskirche bietet ein Gebäude in Aarau als Asylunterkunft an. Die Kirche will sich sozial engagieren. Dabei geht es aber nicht nur um Nächstenliebe.

Vordere Fassade des Hauses an der Laurenzenvorstadt.

Bildlegende: Das mittlere Gebäude an der Laurenzenvorstadt 71 in Aarau dient künftig Asylbewerbern als Bleibe. ZVG

Die Römisch-katholische Landeskirche will ihren Beitrag leisten, um Asylbewerbern im Aargau eine Unterkunft zu bieten. Aus diesem Grund stellt sie ab diesem Monat ein Haus an der Laurenzenvorstadt 71 in Aarau zur Verfügung, für 15 Asylbewerberinnen und Asylbewerber.

Es handelt sich um ein älteres Gebäude, das leer steht, erklärt Kirchenratspräsident Luc Humbel. In den nächsten zwei Jahren wird abgeklärt, wofür dieses Haus künftig genutzt wird. «Während dieser Zeit wollten wir eine sinnvolle Nutzung», fügt er an. So sei man auf diese Idee gekommen.

Die Landeskirche hatte zuvor bereits zu solchen Aktionen aufgerufen. So werden beispielsweise in Aarburg und Wohlen Gebäude der Landeskirche ähnlich genutzt. Damit will sich die Kirche sozial engagieren.

«Es ist bekannt, dass manche Asylbewerber nicht in würdigen Verhältnissen leben», so Humbel. Da wolle die Kirche helfen. Dafür bekommt sie vom Kanton aber auch Miete. Das sei aber bedeutend weniger als bei der vorherigen Nutzung, so Humbel.