Schlechte Nachrichten für Alpiq: Verzögerungen für Grosskraftwerk

Die für 2018 geplante schrittweise Inbetriebnahme des Walliser Pumpspeicherkraftwerks Nant de Drance verzögert sich um sechs bis zwölf Monate. Die Maschinen können später als geplant eingebaut werden. Haupteigentümerin Alpiq muss damit weitere Abstriche machen.

Kraftwerk

Bildlegende: Das Pumpspeicherkraftwerk sollte 2018 ans Netz gehen. Das Grossprojekt kämpft nun mit Problemen mit Maschinenteilen. Keystone

Grund für die Verspätungen sind Qualitätsprobleme bei den Schweissnähten von Stahlbauteilen in der unterirdischen Maschinenkaverne - dem Herzstück des künftigen Kraftwerks, wie Nant de Drance am Donnerstagabend mitteilte.

Die fehlerhaften Bauteile müssen neu erstellt werden. Hersteller General Electric kann die Stahlbauteile deswegen erst verzögert anliefern. General Electric habe aber Massnahmen eingeleitet, um die Qualität dieser Bauteile zu gewährleisten und um Montagearbeiten möglichst rasch fortsetzen zu können, heisst es in der Mitteilung.

Das Projekt Nant de Drance umfasst den Bau eines Pumpspeicherkraftwerks in einer Felskaverne zwischen den zwei bestehenden Speicherseen Emosson und Vieux Emosson im Wallis. Mit einer installierten Gesamtleistung von 900 Megawatt ist die Anlage darauf ausgelegt, rund 2,5 Milliarden Kilowattstunden Spitzenenergie jährlich zu erzeugen.

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Kraftwerk «Nant de Drance» womöglich nicht rechtzeitig am Netz

5:06 min, aus 10vor10 vom 26.4.2016

Beteiligungen

An Nant de Drance sind folgende Unternehmen beteiligt:

  • Alpiq (39%), SBB (36%), IWB (15%) und FMV (10%).
  • Das Pumpspeicherkraftwerk sollte 2018 in Betrieb genommen werden.