Schrottreife Autos beschäftigen Repol Wettingen-Limmattal

Die Regionalpolizei sucht gleich drei Fahrzeughalter, die ihre Fahrzeuge illegal in der Gemeinde Wettingen abgestellt haben. Eine mühsame und teure Detektivarbeit. Diese beschäftigt die Polizei. Aber auch die Gemeinden müssen das Problem mittragen.

Ein schwarzer Audi 80 quattro, Jahrgang 1995. Ein grüner VW Golf, Jahrgang 1994. Eine graurote Honda, Jahrgang 1986. Diese beiden Autos und das Motorrad fand die Repol Wettingen-Limmattal in einem ruhigen Quartier in Wettingen.

Abschleppdienst und altes Auto

Bildlegende: Alte Autos, die nicht mehr gebraucht werden, stehen oft ungenutzt herum. Dies kostet die Gemeinden Geld. Keystone

Das Problem: von den Besitzern der Fahrzeuge fehlt jede Spur. Repol-Leiter Roland Jenni sagt, dass dies leider kein Einzelfall sei. «Das ist ein lästiges Kapitel», sagt er gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Denn – noch nie sei ein brauchbares Auto oder ein brauchbares Motorrad dabei gewesen.

Illegale Entsorgung kostet Gemeinden

«Das sind alles Schrottautos, die die Besitzer illegal entsorgen», so Jenni weiter. Die Polizei müsse dann in mühsamer Arbeit Nachforschungen anstellen. Diese sind teuer, und enden nicht immer mit Erfolg. Denn häufig handelt es sich um ausländische Fahrzeuge. Die Konsequenz: die Polizei muss die Autos selber abtransportieren und verschrotten lassen. Die Rechnung geht an die Gemeinde.

Bekanntes Problem, auch über Wettingen hinaus

Manchmal interessieren sich laut Jenni Alteisenhändler oder Autoliebhaber für die Fahrzeuge. Aber eben lediglich manchmal. «Zum Glück haben wir in der Regel nur ein bis zwei Mal im Jahr mit solchen Schrottautos zu tun», sagt der Repol-Chef. Dass die Polizei nun gleich drei Fälle auf dem Tisch habe, sei ein Zufall, heisst es auf Anfrage.

Das Problem mit den illegalen Autoentsorgungen kennt nicht nur Wettingen, sondern auch andere Aargauer Gemeinden. Bei der Kantonspolizei Solothurn heisst es auf Anfrage, dass man immer mal wieder solche Autos finde. Wenn man die Besitzer erwische, dann könne es eine saftige Busse geben.