Schwingen: «Bruno Gisler macht es nicht»

Schwingexperte Wolgang Rytz traut dem Solothurner Bruno Gisler am Eidgenössischen Schwingfest zwar den Einzug in den Schlussgang zu, bezweifelt aber, dass Gisler den Titel gewinnen kann. Es sei schwierig, am amtierenden Schwingerkönig Kilian Wenger vorbeizukommen.

Zwei Schwinger packen sich an den Hosen

Bildlegende: Schwingen - die Schweiz denkt momentan an nichts anderes. Keystone

Eine ausgeglichene Saison hat viele Favoriten für den Titel des Schwingerkönigs am Eidgenössischen hervorgebracht. Wobei besonders die Berner Fraktion heraussticht. Mit dem amtierenden Schwingerkönig Kilian Wenger, sowie Matthias Sempach und Christian Stucki stellen die Berner starke Schwinger.

Zu den Favoriten gehören aber auch zwei aus der Nordwestschweiz: der Solothurner Schwinger Bruno Gisler und der Aargauer Christoph Bieri.

«Einzug in den Schlussgang für Gisler möglich»

Besonders Bruno Gisler hat bisher eine starke Saison gezeigt. Der Solothurner hat das Innerschweizerische und die Weissenstein-Schwinget gewonnen.

Wolfgang Rytz, langjähriger Chefredaktor bei der Schwingerzeitung «Schlussgang», hält es aber für unwahrscheinlich, dass Gisler das Eidgenössische gewinnt. Den Einzug in den Schlussgang traue er ihm aber durchaus zu, wie er gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF sagt.

«Bieri ist eine Wundertüte»

Christoph Bieri blickt auf eine durchzogene Saison zurück. Der Aargauer hatte mit einer Verletzung am Fuss zu kämpfen. Jedoch hat er schon zwei der ganz Grossen besiegt, nämlich seinen Verbandskollegen Bruno Gisler und den Berner Matthias Sempach. Dadurch habe er sich automatisch in das Feld der Favoriten eingereiht, sagt Wolgang Rytz.

Er sei eine «Wundertüte». So sei es schwierig eine Prognose zu machen. Dass Bieri aber das Eidgenössische Schwingfest gewinnt, glaubt Wolgang Rytz nicht. Zählen können die beiden Nordwestschweizer Favoriten auf den Routinier Mario Thürig. Der Aargauer könnte den beiden einige Favoriten aus dem Weg räumen.