Solothurn: Grosse Unterschiede bei Wassergebühren

Je nach Wohnort zahlt man im Kanton Solothurn neun Mal mehr fürs Wasser als in anderen Gemeinden. Grund dafür sind einerseits unterschiedlich hohe Kosten für Infrastruktur und andererseits die Einwohnerzahlen.

Die Verbrauchsgebühren für Frischwasser im Kanton Solothurn bewegen sich zwischen 0.50  und 4.50 Franken pro Kubikmeter. Die grossen Differenzen zwischen den einzelnen Gemeinden haben unterschiedliche Gründe.

In Nunningen beispielsweise ist die teure Infrastruktur Grund für die hohen Gebühren von 4.25 Franken pro Kubikmeter, erklärt Gemeindepräsident Kuno Gasser: «Wir müssen das Wasser von Zwingen hochpumpen.» Dazu brauche es kilometerlange Wasserleitungen und das sei teuer. Um die Kosten zu decken müsse man deshalb etwas mehr verlangen, als in anderen Gemeinden.

Auch die Grösse einer Gemeinde hat Einfluss auf die Wassergebühren. Denn je mehr Einwohner eine Gemeinde hat, desto billiger wird das Wasser für den Einzelnen. Die Kosten werden besser verteilt. Dasselbe gilt für Gemeinden mit viel Industrie. Weil die Industrie grosse Mengen an Wasser bezieht, sinken die Gebühren für die einzelnen Haushalte.