Frauen in Führungspositionen Solothurner Wirtschaftsfrauen sollen voneinander profitieren

Neue Entwicklungen wie die Digitalisierung bieten nicht nur eine Herausforderung für die Arbeitswelt, sondern auch eine Chance. Darüber, wie das konkret aussehen kann, diskutieren in Zuchwil Solothurner Wirtschaftsfrauen. Der Anlass wird von der Wirtschaftsförderung organisiert.

Frau auf dem Weg nach oben

Bildlegende: Die Wirtschaftsförderung Solothurn unterstützt Managerinnen. zvg/Wirtschaftsförderung Solothurn

SRF: Parfum und Performance, was erwartet einem an diesem Anlass?

Sarah Koch, Leiterin Wirtschaftsförderung Kanton Solothurn: Es gibt eine spannende Podiumsdiskussion rund um das Thema «Neue Arbeitswelt, neue Ansprüche», es gibt einen einmaligen Einblick in die Firma Bosch/Scintilla in Solothurn und vor allem ist es eine Plattform für die Vernetzung der Frauen-Community im Kanton Solothurn.

SRF: Warum wird über die neue Arbeitswelt gesprochen?

Sarah Koch: Die neue Arbeitswelt ist ein brandaktuelles Thema, das viel diskutiert wird. Es spielen mehrere Mega-Trends hinein, wie Digitalisierung, Transparenz oder demografischer Wandel. All dies beeinflusst, dass die neue Arbeitswelt von den Firmen aufgenommen wird, um sich vor allem im Bereich Rekrutierung als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

SRF: Der Anlass ist ausdrücklich für Frauen. Warum ist das Thema für Frauen besonders aktuell?

Sarah Koch: Ich denke, ein Trend ist auch die Individualisierung. Und damit einher geht die Feminisierung. Und um das Arbeitskräftepotential bestmöglich auszuschöpfen, ist die Erhöhung der Frauenquote in den Betrieben ein gutes Medium. Und die Frauen, gerade wenn sie Beruf und Familie unter einen Hut bringen wollen, sind darauf angewiesen, dass sie flexible Arbeitsmodelle vorfinden.

SRF: Dieser flexible Arbeitsplatz ist aber bei Arbeitgeberinnen, aber auch bei Arbeitnehmerinnen nicht immer möglich.

Sarah Koch: Nein, es ist natürlich nicht möglich, durchs Band flexible Arbeitsplätze zu gewährleisten, sprich: betriebsunabhängige. Aber es soll natürlich bedeuten, dass man innerhalb einer Firma die Chancen der Digitalisierung, der neuen Kanäle, in der Rekrutierung, bei der Personalbindung, bei der Effizienzsteigerung, wahrnimmt. Es geht um neue Arbeitsmodelle. Arbeitsplatz-unabhängiges Arbeiten ist ein Teilaspekt.

SRF: Welchen konkreten Beitrag leistet die Veranstaltung?

Sarah Koch: Ich denke, der Austausch, die Inspiration, neue Ideen kritisch zu hinterfragen, dienen jeder Wirtschaftsfrau, die im eigenen Betrieb etwas realisieren will. Man kann von anderen profitieren. Dieser Austausch bringt sehr viel.