Sparen statt Sanieren in Niederlenz

Die ausserordentliche Gemeindeversammlung von Niederlenz weist zwei Strassenbauprojekte zurück. Der Gemeinderat wollte die Hardstrasse und den Pirolweg sanieren. Die Versammlung will das Geld lieber sparen.

Luftaufnahme von Niederlenz

Bildlegende: Die Hardstrasse (links unten) bleibt ein Sanierungsfall: Die Gemeindeversammlung will das Geld für den Schulraum sparen. zvg

Der Gemeinderat von Niederlenz wollte gut zwei Millionen Franken in den Strassenbau investieren: Die Hardstrasse im Industriegebiet und der Pirolweg müssten saniert werden, so die Absicht der Gemeinde. Die ausserordentliche Gemeindeversammlung aber machte am Freitagabend einen Strich durch diese Rechnung.

Denn die Rechnung der Gemeinde Niederlenz sieht schlecht aus. Niederlenz hat kaum finanziellen Spielraum. Der Steuerfuss liegt bei hohen 120 Prozent, trotzdem ist auch für 2013 ein Minus budgetiert. Die Versammlung befand deshalb, dass die Mittel für die Strassensanierung fehlten.

Schulraumplanung belastet Gemeindekasse

Zusätzlich dürfte die Schulraumplanung den finanziellen Spielraum der Gemeinde einengen, hiess es an der Versammlung. Die Gemeinde muss mit hohen Investitionen rechnen für neue Schulzimmer: Unter diesem Umständen könne sich die Gemeinde keine Strassensanierungen leisten, so die Mehrheit an der Versammlung.

Der Gemeinderat argumentierte vergeblich, dass die Strassen in schlechtem Zustand seien und man so oder so die Werkleitungen der Hardstrasse ersetzen müsse. Die Geschäfte wurden an den Gemeinderat zurückgewiesen.