Spital Olten eröffnet im Sommer ein Babyfenster

Am Spital Olten gibt es ab Juni das dritte Babyfenster der Schweiz. Dort können frischgebackene Mütter in einer Notsituation anonym ihr Kind abgeben.

Das Babyfenster am Spital Einsiedeln wurde schon mehrmals in Anspruch genommen. Nun soll es auch im Mittelland ein Babyfenster geben.

Bildlegende: Das Babyfenster am Spital Einsiedeln wurde schon mehrmals in Anspruch genommen. Keystone

Erst kürzlich wurde am Spital Einsiedeln das achte Neugeborene im Babyfenster abgegeben. Bald soll das auch im Mittelland möglich sein. Die Solothurner Spitäler AG eröffnen im Juni am Spital Olten ein Babyfenster.

SVP-Politiker gab den Anstoss

Die Idee für das Babyfenster kam vom Solothurner SVP-Kantonsrat Johannes Brons, er reichte einen entsprechenden Vorstoss dazu ein. Sein Anliegen fand breite Unterstützung bei allen Parteien und auch bei der Solothurner Regierung.

Das Babyfenster in Solothurn ist das dritte seiner Art. Bisher gibt es am Spital Einsiedeln und am Spital Davos ein Babyfenster. Die Solothurner Spitäler AG ist überzeugt, dass es auch in der Region Mittelland ein Babyfenster brauche.

Der Standort Olten sei dafür optimal geeignet sagt Eric Send, der Sprecher der Solothurner Spitäler AG: «Olten ist zentral und verkehrstechnisch günstig gelegen, hier macht ein Babyfenster Sinn».

Kosten enstünden dem Spital Olten keine, betont Eric Send. Diese werden nämlich von der Schweizer Stiftung «Hilfe für Mutter und Kind» übernommen.

Die Kosten für das Babyfenster seien aber sowieso gering. Einerseits habe man in Olten sowieso eine Frauenklinik mit 24-Stunden-Betrieb, dadurch sei die Betreuung des Babyfenster gewährleistet. Andererseits werde das Spital Olten sowieso gerade umgebaut, so seien die baulichen Massnahmen leicht umzusetzen.