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Aargau Solothurn Streik in Baden-Dättwil geht weiter

Noch immer wird der Spar-Tankstellenshop in Dättwil bestreikt. Dies obwohl das Bezirksgericht Baden die sofortige Aufhebung der Blockade durch streikende Mitarbeitende und die Gewerkschaft Unia verfügt hat. Die Staatsanwaltschaft eröffnete zudem Strafverfahren gegen verschiedene Personen.

Legende: Video Spar-Streik für illegal erklärt abspielen. Laufzeit 03:04 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.06.2013.

Auch Beschäftigte aus weiteren Filialen forderten Verhandlungen mit der SPAR-Geschäftsleitung über bessere Arbeitsbedingungen, teilte die Gewerkschaft Unia mit. Die Angestellten würden auch am Wochenende das in der Verfassung garantierte Streikrecht wahrnehmen.

Die streikenden Mitarbeitenden hätten SPAR-Filialen in der Deutschschweiz besucht und breite Unterstützung für ihre Anliegen erfahren, hielt die Gewerkschaft am Samstag in einer Medienmitteilung fest. Beim Arbeitskonflikt geht es um die Arbeitsbedingungen und die Höhe der Löhne.

Gemäss Unia beträgt der Lohn für ein Vollzeit-Pensum 3600 Franken. Am Streik beteiligen sich rund die Hälfte der insgesamt 21 Beschäftigten des Tankstellenshops. Das Bezirksgericht Baden hatte am Freitag verfügt, die streikenden Mitarbeiter und die Gewerkschaft Unia müssten die Blockade des Shops aufheben.

Die mit dem Streikrecht verbundenen und verfassungsrechtlich geschützten Ziele könnten auch ohne eine solche Blockade erreicht werden. Die Staatsanwaltschaft Baden eröffnete gegen verschiedene Personen Strafverfahren wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung.

Trotz der Verfügung des Bezirksgerichtes sei den Berechtigten der Zutritt zum Shop verwehrt worden. Gegen mehrere Personen läuft zudem ein Strafverfahren wegen Nötigung, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung. Die Polizei beobachtet nach Angaben der Staatsanwaltschaft Aargau das Geschehen vor Ort. Sie habe mangels Gefährdung der öffentlichen Sicherheit keine gesetzliche Grundlage, um einzuschreiten, hiess es.

Legende: Video Streikende Angestellte abspielen. Laufzeit 03:01 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 03.06.2013.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Luisa Marta, Basel
    Und wieder mal haben sich Angestellte von der verlogenen Unia instrumentalisieren lassen.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Wir schreiben das Jahr 1513. Entschuldigung, wir haben ja 2013. Wir haben keinerlei Rechte! Nicht mal wehren dürfen wir uns. Die Gewerkschaften sind ein Witz. Nutzen gleich Null. Im Gegenteil, die Streikenden werden fallen gelassen und müssen sogar noch mit einer Busse rechnen. Wann kommt endlich das Streikrecht? Wann kommt der Patientenschutz? Wann kommt der Mieterschutz? Und zwar im Gesetz festgelegt und nicht auf freiwilliger Basis!
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Das die Aargauer Justiz nicht viel wert ist, weiss man schon länger. Dieser Entscheid fügt sich nahtlos in andere Verfahren ein: die Büezerklasse kommt wieder mal eins auf den Deckel. Kein Wunder, wenn man mal etwas genauer hinsieht. Die Zusammensetzung von Regierung und Parlament ist in diesem Kanton vollkommen Arbeitgeberfreundlich. Halt auch selber schuld, wenn man diese Kreise in politische Ämter wählt!
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