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Stadt Biel Theater Orchester Biel Solothurn muss vielleicht nicht sparen

Logo des Theaters Orchestes Biel Solothurn an der Eingangstür des Stadttheaters Solothurn.
Legende: Es sieht so aus, wie wenn das Theater Orchester Biel Solothurn um das Spardiktat herumkommt. SRF

Die Beiträge der Stadt Biel an das Theater Orchester Biel Solothurn (Tobs) sollen nicht gekürzt werden. Die Bieler Stadtregierung erachtet den vom Stadtparlament 2015 beschlossenen Sparauftrag als nicht erfüllbar, ohne die Institution in ihrer Existenz zu gefährden.

Der Sparauftrag war im Rahmen der Haushaltsdebatte im Herbst 2015 erteilt worden. Das Stadtparlament verabschiedete damals zwei überparteiliche Motionen. Demnach sollte der jährliche Beitrag der Stadt Biel an das Tobs spätestens ab 2018 um 360'000 Franken sinken.

Die Stadtregierung wehrte sich bereits damals gegen die Kürzungen und doppelte nun am Montag an einer Medienkonferenz nach. Juristische und finanzielle Abklärungen hätten ergeben, dass die Erfüllung der Motionen «zu einer grundsätzlichen Infragestellung» der Institution führen würde, teilte die Stadtregierung mit.

Verzicht auf Oper unumgänglich

Der Stiftungsrat war von den Behörden beauftragt worden, die Umsetzung des Sparauftrags und seine Finanzlage zu analysieren. Dabei hätte der Stiftungsrat und due Direktion unter Beweis gestellt, «wie professionell und konsequent das Management geführt wird», heisst es im Communiqué der Stadt weiter.

Würden die Motionen umgesetzt, müsste das Tobs auf Teile seines Angebotes verzichten, zum Beispiel auf die Oper. Dadurch wären es nicht mehr in der Lage, «seine in den Statuten der Stiftung definierten Ziele zu erreichen».

Aus Sicht der Bieler Stadtregierung spielt die Institution eine wichtige Rolle bei der Aussenwirkung der Seeländer Metropole. «Eine Verringerung des Leistungsangebots könnte die regionale Bedeutung der Institution infrage stellen». Damit riskiere man, dass auch die Beiträge des Kantons und der Region gekürzt werden könnten.

Der Gemeinderat schlägt dem Stadtrat deshalb vor, die Motionen am Donnerstag als unerfüllbar abzuschreiben. Die Regierung setzt vielmehr auf eine Erweiterung der Finanzierungsmöglichkeiten. Nur mit Hilfe von zusätzlichen Partnern könne der Weiterbestand und die Entwicklung des Tobs sichergestellt werden.

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