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Aargau Solothurn Tödlicher Verkehrsunfall in Zofingen: Flüchtiger Lenker ermittelt

Der Fahrzeuglenker, der am Dienstag in Zofingen eine 79-jährige Frau anfuhr und über 500 Meter weit mitschleifte, ist ermittelt worden. Es handelt sich um den 45-jährigen Chauffeur eines Sattelschleppers aus der Ostschweiz. Der Österreicher beging nach dem tödlichen Unfall Fahrerflucht.

Gegen den ortsunkundigen Chauffeur wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung sowie wegen diverser Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz eingeleitet, wie die Aargauer Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Unfallstelle
Legende: Am Dienstag wurde die 79-jährige Frau in Zofingen angefahren und mitgeschleift. Am Donnerstag wurde der Fahrer ermittelt. zvg

Der Lenker sei befragt worden. Er habe sich sehr betroffen gezeigt und angegeben, den Unfall nicht bemerkt zu haben. Er befinde sich auf freiem Fuss, weil kein Haftgrund vorliege, sagte Sandra Zuber, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage.

Der Sattelschlepper war am Mittwochabend ermittelt worden. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei hatten unter Hochdruck nach dem flüchtigen Fahrzeuglenker gesucht. Experten der Verkehrs- und Kriminaltechnik sowie des Instituts für Rechtsmedizin in Aarau werteten alle beim Unfall sichergestellten Spuren aus.

Videobilder, Zeugenaussagen und die Auswertung weiterer technischer Mittel hätten zur Ermittlung des Sattelmotorfahrzeuges aus der Ostschweiz geführt, hält die Staatsanwaltschaft fest. Weitere Einzelheiten waren bei der Staatsanwaltschaft nicht zu erfahren.

Chauffeur droht eine Freiheitsstrafe

Der tödliche Unfall hatte sich am Dienstagmorgen um 10 Uhr in Zofingen ereignet. Ein zunächst unbekanntes Fahrzeug erfasste die 79-jährige Schweizerin beim Eingang zur Altstadt im Bereich eines Fussgängerstreifens.

Die in der Region wohnhafte Frau wurde vom Fahrzeug über 500 Meter weit mitgeschleppt. Sie blieb bei einem Bahnübergang auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Oftringen leblos am Boden liegen. Dort wurde sie aufgefunden. Am Strassenabschnitt liegen die Verkaufsläden von zwei Grossverteilern.

Die Ermittlungen gegen den Chauffeur dauern an. Das Strafgesetzbuch sieht bei fahrlässiger Tötung eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Sam Christen, Gächlingen
    Regelmässig habe ich schon gefährliche Szenen zwischen LkWs oder Traktoren mit 2 Anhängern gesehen mit Fussgängern nahe der Strasse. Ca.40 Tonnen vs. ca. 70 kg ist anders wie PkW vs. Mensch. Dann merkt man die Kollision definitiv. Es tut mir sehr leid, dass diese Frau starb und hoffe sehr, dass der Lenker wirklich nichts gemerkt hat. Im derartigen Fall wird die Nachricht den Fahrer wohl sehr getroffen haben. Den Polizisten in CH-aktuell habe ich nicht verstanden, tatsächlich wenns ein LkW war
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