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Aargau Solothurn Treffen zwischen Hochschulleitung und Dozenten stösst auf Kritik

Ende Oktober hat der Verband der Dozierenden eine Umfrage präsentiert. Diese zeigte, dass an der Pädagogischen Hochschule ein schlechtes Arbeitsklima herrscht. Die Leitung der Hochschule und Dozenten haben sich danach getroffen. Der Dozierenden-Verband kritisiert nun diese Treffen.

Eingang des neuen Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz.
Legende: Die Leitung der Pädagogischen Hochschule sucht das Gespräch. SRF

Die Hälfte der Mitarbeiter der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz würde am liebsten kündigen. Dies ein Resultat der Umfrage, die der Verband der Dozierenden vor drei Wochen publiziert hatte. Die Leitung der Pädagogischen Hochschule hat danach schnell reagiert. In den vergangen Tagen fanden an allen vier Standorten der Schule Treffen zwischen den Dozierenden und der Schulleitung statt.

Der Verband der Dozierenden ist nun mit diesen Treffen nicht zufrieden. Zwar sei es schön, dass sich die Schulleitung um eine bessere Kommunikation bemühe, sagt Alfred Schlienger, Co-Präsident des Verbands in der Morgenausgabe des Regionaljournals Aargau Solothurn von Radio SRF. Man habe sechs Jahre darauf gewartet.

Schlienger kritisiert jedoch, dass die Äusserungen der Mitarbeiter vor Ort ins Protokoll aufgenommen werden. Aus diesem Protokoll sollen danach die Massnahmen abgleitet werden, um das Arbeitsklima zu verbessern. Es könne nicht sein, dass Äusserungen von ein paar Mitarbeitern mehr zählen als die gesamte Umfrage mit über 300 Teilnehmern, findet Schlienger.

Der Dozierenden-Verband hofft nun, dass die Hochschulleitung die Resultate der Umfrage doch noch genau prüft, und danach Lösungen entwickelt. Ob dies die Leitung der Hochschule tut, ist noch offen. Bereits Anfang Dezember sollen den Dozenten Massnahmen präsentiert werden, wie das Arbeitsklima verbessern werden kann. Danach will die Pädagogische Hochschule die Öffentlichkeit informieren.

Aufsicht schaltet sich ein

Die Leitung der Pädagogischen Hochschule (PH) und Vertreter der Dozierenden müssen beim Fachhochschulrat antraben. Das Aufsichtsorgan will herausfinden, warum an der PH dicke Luft herrscht. Dozierende und PH-Leitung sind uneinig über die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer. Mehr Informationen finden Sie hier.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Urban Fraefel, Windisch
    Die Hälfte der Mitarbeiter der PH würde am liebsten kündigen? Lüge. Rund 130 von 650 Mitarbeitenden gaben an, dass sie bei einer entsprechenden Gelegenheit die PH verlassen würden. Ist ja klar: Wohl alle Arbeitnehmenden greifen bei einer guten Gelegenheit ausserhalb des Betriebs zu. Das spricht nicht gegen den Betrieb! Verschwiegen wird aber, dass eine überdeutliche Mehrheit wieder an die PH gehen würde, wenn sie sich noch einmal entscheiden könnte!
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  • Kommentar von Fritz Frei, Buriram
    Seit bald 20 Jahren sind Grossgruppenveranstaltungen von Erfolg gekrönt. Ich selbst habe für einen in der Erwachsenenbildung tätigen Verband eine solche organisiert und geleitet. Da der Leidensdruck gross und der Wille für eine neue Zukunft noch grösser waren, entstand innert kürzester Zeit ein sehr erfolgreiches, neues Gefäss. Mit relativ wenigen grundlegenden Veränderungen! Die PH der FHNW hätte halt auf Profis zugreifen müssen. Aber Schulleitungen waren noch nie besonders lernfähig.
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