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Umfahrung Mellingen CVP und FDP machen Druck auf linke Grossräte

Die FDP fordert die Linke auf, auf «ihre» Verbände WWF und VCS einzuwirken. Nur an der WWF-Spitze sind andere.

Druck durch CVP: Die CVP Aargau hat kürzlich zusammen mit der CVP Mellingen eine Petition lanciert, die fordert, dass es sieben Jahren nach der Volksabstimmung endlich vorwärts gehen soll mit der Umfahrung Mellingen. «Es sind nach knapp drei Wochen bereits 3000 Unterschriften zusammen, der Druck ist aufgebaut», sagt Marianne Binder, Präsidentin der CVP Aargau, gegenüber SRF. «Ich fordere, dass der Volkswille respektiert und die Altstadt so rasch als möglich umfahren wird», steht in der CVP-Petition.

Neuer Druck durch FDP: Nebst der CVP macht jetzt auch die Aargauer FDP Druck. Sie fordert in einem Newsletter «die linke Ratshälfte auf, den demokratischen Entscheid der Aargauer Bevölkerung zu respektieren. Wirken Sie auf Ihre Verbände VCS und WWF ein, damit die Umfahrung Mellingen Realität werden kann», steht hier. Es sei an der Zeit, den Volkswillen zu respektieren, sagt Sabina Freiermuth, FDP-Fraktionspräsidentin, gegenüber SRF.

Falscher Ansprechpartner: Der VCS ist tatsächlich in linker Hand. Grossrat Jürg Caflisch (SP) ist Präsident des VCS. Beim WWF stimmt die Aufforderung an die Linken aber nicht ganz. Der WWF Aargau wird von der ehemaligen CVP-Grossrätin und CVP-Frauen-Präsidentin Regula Bachmann präsidiert. Just also die Partei, die mit einer Petition für die Umfahrung kämpft. Man versuche den WWF eben mit Druck durch die Petition zu beeinflussen, sagt CVP-Präsidentin Marianne Binder.

Visulaisierung der geplanten Reussbrücke
Legende: So könnte die geplante Reussbrücke mit Blick von Nordwesten aussehen. zvg / Swiss Interactive AG

Der bisherige Widerstand: VCS und WWF stören sich bei der Umfahrung Mellingen am Eingriff in die Natur. «Hauptstreitpunkt ist die Frage, ob es erlaubt ist, eine Strasse von regionaler Bedeutung quer durch die Reusslandschaft zu bauen», argumentiert zum Beispiel der VCS.

(Noch) keine Einigung: Die Verbände möchten statt einer Brücke lieber einen Tunnel als Umfahrungsvariante. Die Regierung findet das zu teuer. Der Regierungsrat hat die neusten Beschwerden der Verbände abgewiesen. Sie haben das Ganze an die nächst höhere Instanz, das Verwaltungsgericht, weitergezogen, heisst es beim WWF auf Anfrage.

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