Vom Geheimtipp zur «Visitenkarte des Kantons»

Der Hallwilersee ist beliebt. Doch der blühende Tourismus hat auch Schattenseiten: Rund um den See türmen sich an schönen Sommer-Wochenenden die Abfallberge. Die Anrainer-Gemeinden setzen deshalb einen Ranger-Dienst ein, der sich um den Erhalt der schützenswerten Naturlandschaften kümmert.

Der Tourismus am Hallwilersee und im Seetal ist heute professionell organisiert. Besucherinnen und Besucher aus dem ganzen Land können zum Beispiel mit Kombi-Tickets eine See-Rundfahrt und einen Besuch im Schloss Hallwyl verbinden. Das Seetal, der Hallwilersee und der einzigartige Spazierweg entlang des Ufers gelten als «Visitenkarte des Kantons» Aargau.

Gleichzeitig muss aber auch dem Naturidyll Sorge getragen werden. Bereits 1935 wurde die erste Schutzverordnung geschaffen, und seit 1986 ist das Dekret zum Schutze des Hallwilersees in Kraft. Es bezweckt «den Schutz der Landschaft, der natürlichen Eigenart und Schönheiten des Hallwilerseegebietes».

Biker kontrollieren, Litteringsünder ermahnen

Dass die Attraktivität des Hallwilersees erhalten bleibt, dafür sorgen seit einigen Jahren Ranger. Sie kontrollieren beispielsweise, dass Biker das Fahrverbot einhalten, und können See-Besucher wenn nötig auch mal zurechtweisen.

«Es gibt einige, die bewusst gegen die Regeln verstossen und genau wissen, dass sie eine Busse riskieren», weiss Bruno Fürst zu berichten. Er ist einer von insgesamt sechs Rangern.

Hallwilersee

Bildlegende: Die Fläche des Hallwilersees liegt zu fünf Sechstel im Kanton Aargau. Zu einem Sechstel ist er ein Luzerner See. SRF

Der 16. grösste See der Schweiz

Der Hallwilersee ist nicht sehr gross. Er kommt an 16. Stelle der Schweizer Seen. Er ist 8,4 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 1,5 Kilometer breit. Seine maximale Tiefe beträgt 47 Meter, die mittlere Tiefe 28 Meter. Von der Fläche liegen fünf Sechstel im Kanton Aargau und ein Sechstel im Kanton Luzern.

Der Hallwilersee entstand während der Eiszeit durch die Aufschüttung einer Endmoräne. Bei kaltem Winterwetter kann der See auch zufrieren. Der Hauptzufluss beziehungsweise Abfluss ist heute der Aabach, der bei Möriken-Wildegg in die Bünz mündet, die wiederum 200 Meter weiter in die Aare fliesst.